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Großbrand: Ermittlungen eingestellt

Ursache nicht feststellbar Großbrand: Ermittlungen eingestellt

Die beiden größten Brände im Osten Schaumburgs in der jüngeren Vergangenheit – im ehemaligen Gasthaus Hattendorf und im Hof Prell am Ortseingang in Feggendorf – sind bislang noch immer nicht vollständig aufgeklärt. Im Fall von Feggendorf wird das wohl auch nicht mehr passieren. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen inzwischen eingestellt.

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Die Bezeichnung „vollständig abgebrannt“ ist im Falle des Hofs Prell in Feggendorf nicht untertrieben.

Quelle: Archiv

Feggendorf/Kreuzriehe (kle). Ende August war der aus dem Jahr 1553 stammende Hof Prell in Feggendorf bei einem Großbrand vollständig niedergebrannt. Und mit vollständig ist in diesem Fall auch tatsächlich vollständig gemeint. Da in dem Gebäude vor allem Stroh gelagert wurde, brannte es bereits nach kurzer Zeit lichterloh. Die Feuerwehr war mit mehr als 160 Leuten im Einsatz, trotzdem dauerte es mehrere Stunden, um die Flammen in den Griff zu bekommen und zu löschen. Da das Löschwasser die Glut in den unteren Bereichen des Heulagers zum Teil aber nicht erreichte, mussten die Ruinen des Hofs mit einem Bagger ständig weiter umgewälzt und abgelöscht werden. Von dem einstigen Fachwerkhaus sind im wahrsten Sinne nur Schutt und Asche übrig geblieben. Für die Ermittlung der Brandursache eine denkbar schlechte Ausgangslage, wie die Polizei von Anfang an betonte. Bis zuletzt ließ sich nicht einmal ein technischer Defekt als Ursache ausschließen, da das Haus bis zuletzt an Strom angeschlossen war. Aus diesem Grund hat die Staatsanwaltschaft beschlossen, in diesem Fall nicht weiter ermitteln zu lassen. Wie es zu dem Feuer kam, wird demnach wohl ungeklärt bleiben.
In Kreuzriehe sind die Ermittler weiterhin am Ball, wie die Staatsanwaltschaft auf Anfrage versicherte. Ende Juni ging das ehemalige Gasthaus Hattendorf im Suthfelder Ortsteil Kreuzriehe in Flammen auf. Da der Brand in diesem Fall aber nicht das komplette Gebäude zerstörte, hatte die Polizei weit mehr Ansatzpunkte für ihre Untersuchungen. Tatsächlich ließ sich ein technischer Defekt als Ursache bald ausschließen, zudem ergaben sich Hinweise auf einen Brandbeschleuniger. Um diesen Verdacht zu bestätigen oder zu widerlegen, wurden die genommenen Proben zur weiteren Untersuchung ins Labor geschickt. Von dort gibt es bislang aber noch immer keine Rückmeldung, so die Staatsanwaltschaft. Dass dieser Vorgang so lange dauere, sei seiner Erfahrung nach aber nichts Ungewöhnliches und könne von unterschiedlichen Faktoren abhängen. Beispielsweise stehen Brände, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, in der Prioritätenliste beim Abarbeiten verständlicherweise immer weiter oben. In Feggendorf und Kreuzriehe war niemand zu Schaden gekommen.

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