Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Hundekot und Gartenabfälle

Grünpflege in Lauenau Hundekot und Gartenabfälle

Es blüht tausendfach an Lauenaus Straßenrändern. Fünffingerkraut und Strauchrosen wetteifern miteinander um das schönste Farbenmeer. Würden jedoch die fünf Grünpfleger der Gemeinde nicht regelmäßig die Beete kontrollieren, hätten Disteln, Ackerwinde und klebriges Labkraut längst die Oberhand.

Voriger Artikel
Volltreffer im Kesselhaus
Nächster Artikel
Lauenau: Kind flüchtet vor Unbekanntem

Sie leben manchmal auch gefährlich: Fünf Mitarbeiter beschäftigt der Flecken Lauenau für die Grünpflege – wie hier Monika Witte und Uwe Hielscher.

Quelle: NAH

LAUENAU. Die Pflegearbeit wird von allerlei negativen Funden erschwert. Und manchmal ist sie sogar gefährlich.

„Am schlimmsten ist der Hundekot“, klagt Monika Witte, die mit ihrem Kollegen Uwe Hielscher die Ortsmitte samt Coppenbrügger Landstraße, Rodenberger Straße, Rundteil und Lange Straße betreut, die öffentlichen Flächen der Siedlungen Rothebreite und Meierfeld am Triftweg pflegt und auch die Feggendorfer Grüninseln begutachtet und regelmäßig Plastikabfälle, Flaschen und anderen Unrat beseitigen muss. Bevor sie mit Unkrautstecher und Schere einen Abschnitt betritt, prüft sie ihn auf Hinterlassenschaften von Vierbeinern. „Manchmal riecht man es schon“, so Witte.

Hundekot trotz Tütenspender

Zwar habe sich die Situation schon verbessert, doch gebe es immer noch genug neuralgische Punkte. Am Unteren Triftweg zum Beispiel, obwohl dort zwei Tütenspender stehen. Hielscher wünscht sich solche Servicestationen für Hundebesitzer auch für den Volkspark, der ebenfalls regelmäßig von „Tretminen“ bedeckt ist. Am meisten aber ärgert sich Witte über geradezu dickfellige Zeitgenossen. Während sie noch am unteren Beetende letztes Unkraut zieht, lässt nur ein paar Meter weiter ein Herrchen das große Geschäft seines Hundes mitten auf den frisch gepflegten Blumen zu.

Zur Unsitte sei es in einigen Lauenauer Straßen auch geworden, Gartenabfälle einfach in die öffentlichen Grünflächen zu werfen. „Das müssen wir dann aus den Beeten kratzen“, erklärt Witte.

Mitunter leben die fleißigen Helfer, die etwa alle fünf Wochen ihren Rundgang von vorn beginnen müssen, sogar recht gefährlich. Erst vor wenigen Tagen hatten sie an der verkehrsreichen Coppenbrügger Landstraße mit drei großen rot-weißen Leitkegeln Autofahrer zur Achtsamkeit auffordern wollen. Das erste Hütchen stand kaum zwei Minuten, als es ein forscher Fahrzeuglenker mitriss und einfach weiterfuhr.

Auch positive Erlebnisse

Kurze Zeit später flog der zweite Kegel durch die Luft. Allerdings merkten sich die erschrockenen Grünpfleger das Kennzeichen und teilten es der Polizei mit. Diese nahm die Ermittlungen auf. Der Verursacher zeigte Reue und entschuldigte sich wenige Tage später persönlich bei den beiden Betroffenen.

Monika Witte und Uwe Hielscher erleben aber auch Positives. Aufmunternde Grüße von Passanten oder ortsfremde Autofahrer, die anhalten und die Arbeiten für ein sauberes Ortsbild loben. Kürzlich habe eine Frau sogar zwei Stück Kuchen für die Frühstückspause mitgebracht. Besondere Freundschaft besteht inzwischen zum Fahrer eines örtlichen Taxiunternehmens, der manchmal einen Becher Kaffee vorbeibringt. nah

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

O’zapft is heißt es in der Stadthäger Festhalle wieder am Freitag und Sonnabend, 23. und 24. September. Dann dominieren die Farben Blau und Weiß in der Halle und fesche Frauen in farbenfrohen Dirndln tanzen auf den Tischen... mehr