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In zwei Jahren gut versorgt

DSL-Infoveranstaltung in Lauenau In zwei Jahren gut versorgt

Rund 50 Zuhörer sind zur DSL-Informationsveranstaltung der Samtgemeinde Rodenberg am Dienstagabend ins Lauenauer Sägewerk gekommen. Das waren nur unwesentlich mehr als bei der SPD-Veranstaltung zum selben Thema vor knapp zwei Wochen (wir berichteten).

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Breitband-Experte Dieter Brenneke informiert über den Status quo in Sachen DSL.

Quelle: gus

Lauenau. Das Publikum hörte indes eine positive Botschaft: Die unterversorgten Orte der Samtgemeinde können recht zeitnah besser ans Internet angeschlossen werden, wenn die betroffenen Kommunen das nötige Geld zur Verfügung stellen.

 Für den Landkreis Schaumburg lohnt es sich nach Worten von Landrat Jörg Farr nicht, ein eigenes Netz aufzubauen, da in Kürze – ohne kommunales Zutun – etwa 80 Prozent aller Gebäude ausreichend versorgt seien. „Nur“ 8500 Gebäude sind demnach nicht oder schwach versorgt. Farr räumte allerdings ein, dass es regional im Landkreis Unterschiede gibt. Landkreis-Experte Dieter Brenneke, dessen Auftritt bei der SPD noch abgesagt worden war, bestätigte, dass die Samtgemeinde Rodenberg die am schlechtesten versorgte Kommune im Schaumburger Land ist – nirgends gebe es mehr vom Internet abgehängte Haushalte. Von den 4884 Gebäuden in der Samtgemeinde gelten 2123 als unterversorgt.

 Gut ist die Situation mit Datenraten zwischen 30 und 100 Megabit pro Sekunde in Rodenberg, Apelern und Reinsdorf sowie wenigen Gebieten Lauenaus. Nachholbedarf besteht in allen übrigen Orten, selbst weite Teile Lauenaus sind mit nur zirka 25 Megabit nach heutigem Standard nicht wirklich luxuriös ausgestattet. Doch wirklich akut ist die Situation überall dort, wo die Datenraten unter zwei Megabit rutschen.

 Ein nötiger Schritt ist es Brenneke zufolge, von Apelern aus mit einem neuen Glasfaserkabel die Orte Lyhren, Groß Hegesdorf, Soldorf und Kleinhegesdorf adäquat ans Netz anzubinden. Würden von Lauenau aus Glasfaserkabel nach Feggendorf, Hülsede und Pohle sowie von Hülsede aus eine solche Leitung nach Schmarrie verlegt, wären auch diese Orte mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde angeschlossen. Darüber hinaus müssten noch kurze Kabelstrecken in Messenkamp und Altenhagen II gezogen werden.

 Um diese Projekte umzusetzen, müssen die betroffenen Gemeinden aus eigener Tasche Investitionen tätigen, erklärte Bauexperte Jörg Döpke. Zudem stelle der Landkreis finanzielle Unterstützung in Aussicht. Brenneke hatte allerdings auch gesagt, dass zunächst ein Netzbetreiber als Kooperationspartner zu suchen ist. Nur dürfen die Kommunen nicht einfach einen Anbieter auswählen, sie müssen vielmehr ein offizielles Interessenbekundungsverfahren anschieben. Problematisch ist derzeit die Lage bei den Förderprogrammen – eine einheitliche Richtlinie existiert nicht. Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla erkundigte sich nach dem Zeitgefüge und erhielt eine aufmunternde Replik von Brenneke: Bis Ende 2017 können die skizzierten Maßnahmen umgesetzt werden. gus

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