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Kaum noch Platz im Logistikpark

Florierende Wirtschaft Kaum noch Platz im Logistikpark

Es brummt rund um die Uhr vor den Toren des Fleckens Lauenau: 23 Betriebe haben sich im Logistikpark in direkter Autobahnnähe bislang etabliert. Das erste Unternehmen siedelte sich vor genau 15 Jahren an – der „Maxi-Autohof“.

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Mit dem „Maxi-Autohof“ begann 1999 das schnelle Wachsen des Lauenauer Logistikparks.

Quelle: nah

Lauenau. Viel mehr können es derzeit nicht mehr werden. Gerade noch 10 000 Quadratmeter bieten sich für kleinere Betriebe an. Dann ist das jetzige Areal komplett ausgereizt. Auch deshalb müssen für die geplante Ansiedlung der Pilz-Produktion neue Flächen gefunden werden.
Selbst die für geraume Zeit leer gestandenen großen Komplexe im Besitz der Sparkasse Schaumburg beziehungsweise der in Düsseldorf ansässigen Immobiliengesellschaft „Pro Logis“ sind inzwischen weitgehend vermarktet. Der für die frühere Casala-Nachfolge entstandene Bau wird von der Spedition Bepelog und dem Kurierdienst Fedex genutzt.
Bepelog wie der jetzt auf dem ehemaligen „Gefco“-Gelände angesiedelte „Euro Pool“ expandieren insbesondere wegen der direkten Nähe zum Edeka-Lager. Beide haben jeweils etwa 35 Mitarbeiter. Im „Gefco“-Objekt stehen derzeit nur noch 2000 Quadratmeter Bürofläche leer.
Der Recherche unserer Zeitung zufolge gehen im Logistikpark mehr als 1100 Menschen ihrer Beschäftigung nach – vom hochdotierten Manager bis zur Reinigungskraft, vom EDV-Spezialisten bis zur Aushilfe. Größter Arbeitgeber ist das Edeka-Regionallager mit zeitweise mehr als 800 Mitarbeitern. An zweiter Stelle rangiert der Maxi-Autohof mit etwa 40 Personen. Gleich darauf folgen die bereits genannten Firmen sowie die Filiale der in Nordhessen ansässigen Spedition CTL. Dank vieler Außendienstler mit direktem Bezug zur hiesigen Direktion rangiert die Deutsche Vermögensberatung ebenso im Mittelfeld wie das Truck-Center mit seiner Lastwagen-Werkstatt. Alle übrigen Unternehmen beschäftigen zwischen zwei und 15 Mitarbeitern.
Lukrativ für Kommunen sind die Einnahmen aus der Vergnügungssteuer. Als Pflichtentgelt für Spielautomaten und Ähnliches fließen jährlich rund 120 000 Euro ins kommunale Säckel. Es sind zumeist die kleineren Betriebe, die wegen ihres Hauptsitzes in Lauenau auch Gewerbesteuer in nennenswerter Größe entrichten. Die Samtgemeindeverwaltung beziffert das Gesamtaufkommen für Apelern im Jahr 2014 auf 15 000 Euro sowie für den Flecken auf 75 000 Euro.
Gabriele Miller, die im Frühjahr 2000 direkt vor der Expo mit dem Hotel „Montana“ als zweites Unternehmen eröffnete, hat ihre damalige Entscheidung nie bereut. Im Nachhinein aber staunt sie immer noch über das rasante Wachsen des Logistikparks: „So schnell habe ich das eigentlich nicht erwartet.“

+++Info: Diskussion begann bereits 1991

Die Diskussion über ein „Gewerbegebiet Meierfeld“ an der A 2 hatte sogar schon 1991 begonnen. Damals wollte der Mineralölkonzern BP ein 80-Betten-Hotel und eine Lastwagen-Station für 125 Fahrzeug errichten. Enorme Proteste insbesondere von Anliegern der Apelerner Straße waren die Folge. BP zog sich zurück. Zwei Jahre später überraschte Esso mit eigenen Plänen. In deren Realisierung flossen die vorherigen Bedenken der Nachbarn ein – mit der Folge, dass bereits direkt entlang der Bundesstraße 442 ein Lärmschutzwall entstehen sollte und nicht erst im direkten Rasthofbereich. In diesem mehrere Hundert Meter langen Berg befindet sich übrigens Abraum von alten Casala-Gebäuden in der Ortsmitte.

Von Bernd Althammer

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