Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Keine Reaktion aus Hildesheim

Lauenau Keine Reaktion aus Hildesheim

Der Förderverein zum Erhalt der katholischen St.-Markus-Kirche sieht die Sanierung zweier Außenwände des Gotteshauses als notwendig an. Sogar das erforderliche Geld will er aus eigenen Mitteln bereitstellen.

Voriger Artikel
Milder Winter hilft der Eishalle
Nächster Artikel
„Keine ist zu alt zum Singen“

Zum Erhalt der eigenen Kirche auch deutliche Kritik an der bischöflichen Behörde: der Vorstands des Fördervereins St. Markus mit Marlene Lehmann, Karl-Heinz Strecker, Evelyn Sawade-Weihe und Reinhard Langer (von links).

Quelle: nah

Lauenau. Jedoch: Vom zuständigen Bauträger, dem Bistum Hildesheim, kommt keine Reaktion, obwohl seit Monaten der Umfang der Maßnahme feststeht und an der Dringlichkeit kein Zweifel besteht.

 „Ich bin sauer und enttäuscht“, schimpfte Fördervereins-Vorsitzender Karl-Heinz Strecker über die in seinen Augen bestehende Hinhaltetaktik: „Wir sind hier erwachsene Leute, bereiten vor, stellen Geld zur Verfügung und kommen trotzdem nicht weiter.“ Dabei habe das Bistum selbst eine Überprüfung angeregt – allerdings durch eine Gutachterin, die Honorarforderungen stellen würde.

 Der Förderverein besorgte sich aus den eigenen Reihen der jetzt 108 Mitglieder einen anerkannten Experten, der seinerseits kostenlos eine Hildesheimer Fachfirma zurate zog. Diese hielt den Austausch einiger Klinkersteine, Ausfugungen und eine anschließende Versiegelung der West- und Südseite für erforderlich. Das halte 20 Jahre, wusste Strecker. Zwei Angebote wurden eingeholt: Für 12000 Euro sei die Sache zu machen: „Besser bald, sonst wird der Aufwand größer.“

 Doch inzwischen sind vier Monate ins Land gegangen. „Wie oft ich schon ergebnislos in Hildesheim angerufen habe“, stöhnte Strecker. Und als vor einigen Wochen Domkapitular Adolf Pohner in Bad Nenndorf weilte und der Vorsitzende ihn auf das Thema ansprach, gab dieser nur den Rat, der Förderverein möge mit dem Kirchenvorstand eine Vereinbarung zur Übernahme der ganzen Immobilie treffen: „Da blieb mir glatt die Sprache weg.“ Zugleich habe Pohner Kritik an der Lauenauer Kampagne zum Erhalt der Kirche geübt. Besonders an dem Vers, der bereits beim Schaumburger „Fürstenbesuch“ die Runde gemacht hatte, rieb sich der Kirchenmann: „Egal was die im Dom aushecken: St. Markus bleibt bei uns im Flecken“, wurde auch beim kürzlich gefeierten 50-jährigen Bestehen von St. Markus formuliert.

 Strecker will jetzt einen letzten schriftlichen Versuch unternehmen, beim Bistum ein Ja-Wort für den Auftrag zu erhalten. Kommt auch dann keine Reaktion, will der Förderverein eigenmächtig zugunsten einer Schadensbegrenzung umgehend tätig werden.

 Für seine Vorgehensweise sieht sich der wiedergewählte Vorsitzende absolut legitimiert: Die Teilnehmer der Jahresversammlung stimmten ihm einhellig zu und wählten ihn für weitere zwei Jahre ebenso zum Vorsitzenden wie Stellvertreterin Evelyn Sawade-Weihe, Marlene Lehmann (Protokoll) und Reinhard Langer (Kasse). Neben Roswitha Schölzel sind neu als Beisitzerinnen Ulrike Althammer und Ingeborg Moch hinzu gekommen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg