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Lauenau „Keks“-Projekt im Kesselhaus
Schaumburg Rodenberg Lauenau „Keks“-Projekt im Kesselhaus
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00:23 07.09.2015
Keiner verkrümelt sich: Die Mitwirkenden am Projekt „Das Keks“ sind gespannt auf den Start. Quelle: gus
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Lauenau

Hecking hat Lauenau im Sommer den Rücken gekehrt, und seit der Weggang der Fitness-Trainerin bekannt war, hat ihr Vermieter Ritter an einer Lösung geschmiedet. Mit Erfolg: Für den 19. September ist der Projekt-Start geplant.

„Keks“ ist nicht etwa die Abkürzung für „Kesselhaus-Kurse“ – Ritter versichert, dass es sich um einen reinen Phantasiebegriff handelt. „Keks“ ist weder Verein noch Veranstalter, sondern vielmehr ein Projekt, unter dessen Schirm sich mehrere Handelnde zusammengetan haben, um Lauenau mit neuen Angeboten zu versorgen, aber auch Bewährtes fortzusetzen.

Zum Bewährten gehört Funktionsgymnastik nach Enzo Materia – ein Kurs, den es bereits zu Hecking-Zeiten gegeben hat. Kraftaufbau und das Beheben von Dysfunktionen sind nach Worten von Kursleiter Peter Hänisch die Schwerpunkte. Auch die Kindertanzkurse von Barbara Schüller gibt es nach wie vor. Sie will darüber hinaus Nia anbieten, eine Mischung aus Tanz, Kampfsporttechniken und weiteren Bewegungsformen. Bei den Heilpraktikerinnen Kerstin Hecht und Iris Lülsdorf sollen die Teilnehmer ihren Körper auf ganz neue Weise spüren lernen. Dazu dienen experimentelle Tanzformen wie Biodanza und Trance-Tanz.

Bei Ellen von Rolf Lamonte-Austin „tanzt der Stift übers Papier“, wie sie es formuliert. In ihrer Schreibwerkstatt möchte die Sozialwissenschaftlerin Menschen die Hemmung vorm Schreiben nehmen und ihnen helfen, Gedanken treffend zu formulieren. Auch ein Literaturtreff soll entstehen.

Die Kunstschule Noa Noa ist gleich mit mehreren Kursen im Boot. Annabell Reymann leitet Theaterworkshops und Schnupperkurse für Kinder. „Theater passt sehr gut in dieses Haus“, betont Ritter. Sabine König-Spata bietet Maskenbau für Kinder und experimentelles Drucken für Erwachsene an. Keramikerin Karin Hahne töpfert mit ihren Kursteilnehmern – allerdings mit ungewöhnlichem Ansatz: „Ich töpfere in allen Lebenslagen“, erklärt sie.

Marion Jaschke-Kowalski ist der Kopf einer offenen Kreativgruppe für Frauen. Der Name lässt aufhorchen: „Töchter der Revolution“ – Regeln für die dort entstehende Kunst gibt es nahezu keine. Ritter selbst möchte nach einer längeren Pause wieder mit der Aktmalerei beginnen und so seinen Beitrag zum „Keks“ leisten.

„Das ist ein ambitioniertes Projekt“, weiß der Initiator. Und es sei offen, wie es sich entwickelt. Kennenlernen können Interessierte die Angebote am 19. September ab 14 Uhr im Kesselhaus und in den ehemaligen Hecking-Räumen. Wer die Neugier bis dahin nicht zügeln möchte, kann auf die Internetseite www.daskeksimkesselhaus.de schauen. gus

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