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Kleiderkammer für Flüchtlinge

Teehaus schließt, Spielothek zieht um Kleiderkammer für Flüchtlinge

Die Samtgemeinde Rodenberg plant in Lauenau die Einrichtung einer Kleiderkammer, um Flüchtlinge auszustatten. Standort soll die Regenberg-Immobilie an der Straße Im Scheunenfeld sein.

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Quelle: SN

Lauenau/Samtgemeinde. Im Gespräch mit dieser Zeitung berichtete Lauenaus Gemeindedirektor Sven Janisch über das Projekt. Demnach soll auf 60 Quadratmetern ein Angebot an Bekleidungsstücken für Asylbewerber geschaffen werden. Die dafür benötigten Räume stehen bereits leer.

Das Kleidersortiment soll in Kooperation mit Flüchtlingshelfern der Samtgemeinde und mit der Arbeiterwohlfahrt zusammengestellt werden. Einen Grundbestand gibt es bereits. Ziel ist es, Flüchtlinge im Flecken und auch in anderen Orten jederzeit mit jahreszeitlich geeigneter Bekleidung versorgen zu können. Ab wann die Kleiderkammer zur Verfügung steht, ist aber noch offen.

Momentan ist der Zuzug von Asylbewerbern in Lauenau und auch in der ganzen Samtgemeinde Rodenberg noch moderat, wie Janisch weiter erklärte. Ob irgendwann noch eine große Welle an Menschen zugewiesen werde, könne er nicht abschätzen. Nach den Ankündigungen vom Oktober habe er mehr Flüchtlinge erwartet. Möglicherweise deckten die beiden großen Heime in Bad Nenndorf bei den Planungen des Landkreises einen großen Teil ab. Diese sollen Anfang 2016 in Betrieb gehen. „Wir rechnen aber schon noch mit mehr Zuweisungen vom Landkreis“, betont Janisch.

Zuletzt war in Hülsede und in Lauenau je eine Familie angesiedelt worden. Darüber hinaus steht eine weitere Unterbringung im Flecken bevor. Aktuell halte die Samtgemeinde insgesamt zehn freie Plätze für weitere Flüchtlinge vor.

In Kürze will der Flecken Lauenau zudem ein Gebäude im Ortskern erwerben, um es als Notunterkunft herzurichten – vorsorglich für den Fall, dass auf einen Schlag eine größere Zahl an Flüchtlingen unterzubringen sein sollte. Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde hat dem Kauf bereits zugestimmt.

Die Regenberg-Immobilie, in der die Kleiderkammer der Samtgemeinde entsteht, gehört bereits dem Flecken. Dort tut sich derzeit eine Menge. Der Döner-Imbiss hat seinen Betrieb zum 31. Oktober eingestellt. Auch das Teehaus schließt nach Janischs Worten zum Ende des Jahres. Darüber hinaus plant die Spielhalle einen Umzug. Das Unternehmen will weiter an den Lauenauer Ortsrand rücken.
Der Flecken hat nichts gegen den Mieterschwund, so Janisch, denn die Immobilie solle ohnehin anders genutzt werden. Für Flüchtlingsunterbringung allerdings nicht. Dies hatten CDU und Grüne gefordert. gus

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