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Kritischer Blick auf alte Risse

Lauenau / Inspektion Kritischer Blick auf alte Risse

Ihrem kritischen Blick entgeht nichts. Zwei Tage lang hat Nicola Uthe Gebäude in der Lauenauer Ortsmitte inspiziert, ist ihnen buchstäblich auf den Grund gegangen und hat Risse und angebrochene Gefache in Fassaden erfasst. Nach ihr kommen diejenigen, die vielleicht mit ihren Maschinen weitere Schäden anrichten könnten. Um möglichem Streit zu entgehen, hat der Flecken Lauenau die aus Bad Nenndorf stammende Gutachterin eingesetzt.

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Kein Riss entgeht ihr: Gutachterin Nicola Uthe bei der Bestandsaufnahme in der Lauenauer Ortsmitte.

Quelle: nah

Lauenau (nah). Die 42-jährige Architektin ist Bausachverständige. Für Gerichte, Privatpersonen undKommunen fertigt sie Expertisen an. Meist sind es bereits eingetretene Schäden, die nachträglich bewertet werden müssen. Oft aber geht es darum, den aktuellen Zustand von Gebäuden zu ermitteln. Die demnächst beginnende Straßensanierung im Flecken ist ein typisches Beispiel dafür: Wenn Bagger ihre Schaufeln in die Tiefe graben oder nach der Verlegung neuer Rohrleitungen Planiermaschinen eingesetzt werden, könnte sich dies durchaus nachteilig auf bestehende Gebäude auswirken. „Rütteln ist schon problematisch“, weiß Uthe aus Erfahrung: „Da kann schon mal Putz von der Wand fallen.“

Deshalb ist sie mit Notizblock, Diktiergerät und Fotoapparat unterwegs, blickt auf alte Sandsteinsockel, Treppenaufgänge, Gefache und deren Übergänge zu Balken, betrachtet Risse im Putz und steigt letztlich hinab in die Keller der mitunter schon recht alten Gebäude an der Marktstraße, Teilen der Coppenbrügger Landstraße sowie eines Hauses am „Rundteil“. Auch vorhandene Pflasterbereiche prüft sie mit kritischem Auge.

Insgesamt aber glaubt sie angesichts des in zum Teil über Jahrhunderte entwickelten Ortskerns nicht an nennenswerte Folgen wegen der bevorstehenden Arbeiten: „Setzungen sind schon sehr unwahrscheinlich“, weiß sie aus langer Erfahrung. Wenn es dann wirklich zu Anliegerforderungen kommen sollte, fertigt sie aus dem von ihr archivierten Material eine genaue Ausarbeitung. Diese könnte dann Grundlage für Entschädigungsleistungen sein. „Kommunen tun schon gut daran, vorher an spätere Auseinandersetzungen zu denken“, sagt sie. Ihre Arbeit in Lauenau kommentiert sie lobend: „Ich bin überall freundlich von den Eigentümern aufgenommen worden“, sagt sie. Die eigentlichen Beeinträchtigungen der Betroffenen folgen ja erst noch: Am 23. April beginnen die auf vier Bauabschnitte ausgelegten Arbeiten.

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