Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Lauenau: Kind flüchtet vor Unbekanntem

Polizei fahndete ohne Ergebnis Lauenau: Kind flüchtet vor Unbekanntem

Ein undurchsichtiger Vorfall hat Eltern in Lauenau und Umgebung in Unruhe versetzt: Ein Mann soll ein neunjähriges Kind angesprochen und versucht haben, es mit Süßigkeiten in ein Auto zu locken. Die Polizei nimmt die Sache ernst, hat im Moment aber noch keine konkreten Ermittlungsansätze.

Voriger Artikel
Steinalte Schönheiten im Burghof
Nächster Artikel
Den Schuldenberg abbauen

Symbolbild

Quelle: dpa

LAUENAU. Zugetragen haben soll sich der Auslöser der Unruhe im Bereich Sonnenweg. Die Polizei hält sich noch bedeckt mit genauen Angaben, weil nicht klar ist, ob es sich tatsächlich um einen Annäherungsversuch mit kriminellen Hintergedanken handelte. War das Ganze nur ein Missverständnis, und der Mann wollte das Mädchen beispielsweise ganz harmlos nach dem Weg fragen, könne beispielsweise die Veröffentlichung einer Personenbeschreibung auch für Unbescholtene böse Folgen haben. Und noch etwas hemmt die Ermittler: „Wenn wir mit so etwas zu früh an die Öffentlichkeit gehen, führt das zu Panik“, erklärt Steffen Arndt, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes in Bad Nenndorf.

Doch in der Zeit der sozialen Netzwerke hat das Ereignis ohnehin bereits eine Eigendynamik angenommen. Eltern warnen einander via Whatsapp und Facebook vor einem Mann, der Kinder mit Süßigkeiten in sein Auto locken will. Das Fahrzeug wird als hellbraun beschrieben, der Mann soll blond sein.

Mädchen hat alles richtig gemacht

Einen körperlichen Kontakt hat es nach Kenntnis der Polizei nicht gegeben. Diese wurde am Dienstag von der Mutter des Mädchens informiert. Umgehend sei eine Fahndung eingeleitet worden, die jedoch ergebnislos verlaufen sei. Mehrere Fahrzeuge – auch zivile – waren dabei im Einsatz. An der Albert-Schweitzer-Schule ist der Vorfall nach Informationen dieser Zeitung ebenfalls ein Thema.

Was auch immer sich am Dienstag am Sonnenweg ereignet hat, als sich die Grundschülerin einem Fremden gegenüber sah – das Mädchen hat nach Ansicht der Polizei alles richtig gemacht. Denn ganz egal, welche Interessen der Unbekannte hegte, ein Kind muss einem ihm unbekannten Erwachsenen keine Auskünfte erteilen. Schnellstens nach Hause laufen und den Eltern von dem Erlebnis berichten, sei genau das Richtige.

Eltern sollen Kinder aufklären

Außerdem sollten Erwachsene auch nicht ausgerechnet Kinder an wenig stark frequentierten Stellen nach dem Weg oder nach der Uhrzeit fragen. Dann würden Missverständnisse erst gar nicht aufkommen.

Die Beamten wollen es derzeit vermeiden, Panik zu schüren. Doch seien Eltern grundsätzlich gut beraten, ihren Nachwuchs für die Gefahren solcher Situationen und das gebotene Handeln zu sensibilisieren. Auch wollen die Ordnungshüter die Schulwege jetzt noch genauer beobachten als sonst.

Da es keine konkreten Ansätze gibt, wie weiter vorzugehen ist, kann die Polizei sonst keine Maßnahmen ergreifen. Es liegen keine weiteren Hinweise auf ähnliche Ereignisse vor, so ein Sprecher des Bad Nenndorfer Kommissariats. Sollten Hinweise eingehen, würde die Polizei ihnen nachgehen. gus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

O’zapft is heißt es in der Stadthäger Festhalle wieder am Freitag und Sonnabend, 23. und 24. September. Dann dominieren die Farben Blau und Weiß in der Halle und fesche Frauen in farbenfrohen Dirndln tanzen auf den Tischen... mehr