Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Lauenau macht mehr Schulden

Lauenau Lauenau macht mehr Schulden

Hat der Flecken Lauenau seine Schulden noch im Griff oder nimmt die Last bald überhand? Auf diese Frage sind bei der Haushaltsdebatte unterschiedliche Antworten genannt worden.

Lauenau. Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla betonte, Lauenau habe in den vergangenen Jahren eine beachtliche Entwicklung genommen. Schulden seien „nichts Schlimmes, man muss sie nur im Griff haben“, sagte der Verwaltungschef. Dieser verwies auf die enormen Einnahmen des Fleckens, auf die keine Umlagen zu zahlen sind. Aus Vergnügungssteuer, Konzessionseinnahmen und Vermietung erzielt der Flecken rund 1,1 Millionen Euro, so die Prognose für 2016.

 Der Flecken will im kommenden Jahr aber Investitionen im Umfang von 2,5 Millionen Euro schultern, wofür ein Kredit in Höhe von 1,1 Millionen Euro aufzunehmen ist. Dieser Kreditumfang ist nach Worten von Gemeindedirektor Sven Janisch komplett kapitalgedeckt.

 Der Ausbau der Arztpraxis im Casala-Park, die Erschließung des Baugebiets Hoppenberg II für rund eine Millionen Euro und der Internetausbau, für den 231.000 Euro zu Buche stehen, sind drei dieser Investitionen. Hinzu kommen knapp 700.000 Euro für die bereits zur Hälfte geschaffte Sanierung des Fachwerkhauses Marktstraße 1. Die Gesamtkosten wachsen somit auf 900.000 Euro an. Der Endausbau für das Baugebiet Deister II soll 210.000 Euro kosten.

 Uwe Budde (SPD) strich die wichtigen Impulse für den Flecken heraus, die mit den Investitionen einhergingen. Bei den Baugebieten schließe der Flecken unter Einrechnung der Grundstücksverkäufe mit einer schwarzen Null ab. Der Flecken gebe auch gern rund 135000 Euro dafür aus, dass die örtlichen Vereine die Gebäude der Gemeinde kostenfrei nutzen können.

 Budde und Karl-Heinz Strecker (CDU) bezeichneten das Fachwerkhaus Marktstraße 1 und die dort geplante Gewerbeansiedlung als Bereicherung. Strecker wies zudem darauf hin, dass gut ein Drittel der Sanierung mit Geld aus der Städtebauförderung finanziert wird. Karsten Dohmeyer (Grüne) warnte vor zu hoher Verschuldung, denn für eine Konsolidierung habe die Gemeinde kein Konzept.

 Thomas Berger (Grüne) goss weiteres Wasser in den Wein: Von den 829.000 Euro an Mieteinnahmen, die der Flecken generiert, blieben abzüglich Personal- und Bewirtschaftungskosten sowie Tilgungen nur etwa 99.000 Euro übrig. „Wir können nicht einfach immer nur ausgeben, ausgeben, ausgeben“, sagte Berger. Hudalla gab ihm im Grundsatz recht, widersprach aber dennoch: Die Rechnung sei komplizierter – unterm Strich verblieben aus den Mieten unter Berücksichtigung aller Aspekte mehr als 200.000 Euro im Säckel der Gemeinde.

 Am Ende beschloss der Rat den Haushalt einstimmig, dessen Gesamtvolumen bei gut fünf Millionen Euro liegt. Mit der neuen Kreditaufnahme wachsen die Schulden auf rund 6,6 Millionen Euro an. gus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg