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Lauenauerin beteuert: Wollte Fleckenfete nicht verhindern

Kein Buhmann Lauenauerin beteuert: Wollte Fleckenfete nicht verhindern

Im Streit mit der Lauenauer Runde um die Fleckenfete sieht sich eine Anwohnerin der Marktstraße zu Unrecht als Gegner des Straßenfestes gebrandmarkt. Sie habe keineswegs die Fete verhindern wollen. Außerdem habe sie mehrfach um Gespräche mit den Veranstaltern gebeten.

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Lauenau. Die Darstellung, sie habe nur per Anwalt mit der Lauenauer Runde kommuniziert, sei falsch, denn sie habe sich in dieser Sache gar nicht von einem Anwalt vertreten lassen. Vielmehr habe sie bereits nach der Fete 2014 den Kontakt zur Samtgemeinde gesucht. Auch mit dem Vorstand der Lauenauer Runde habe sie Gespräche führen wollen, jedoch kein Gehör gefunden.

 Noch mehr ärgert die 54-Jährige aber der Vorwurf, ihr sei es darum gegangen, dass das Straßenfest abgeblasen wird. Sie habe lediglich einen anderen Platz für die Musikbühne gefordert, denn diese stand 2014 direkt vor ihrem 400 Jahre alten Haus. Bei der lauten Musik habe damals nachts im Schlafzimmer noch ein Lärmpegel von 89 Dezibel geherrscht, erlaubt seien 55. Die Vibrationen wegen der Bässe findet die Lauenauerin ebenfalls unerträglich.

 Nach einem Gespräch beim Amtsgericht Anfang dieses Monats sei vereinbart worden, die Bühne etwa 25 Meter vom besagten Haus entfernt zu postieren. Doch die Anwohnerin traute dem Frieden nicht, weshalb sie zum Verwaltungsgericht Hannover fuhr. Dort wurde verfügt, dass die Auflagen für die Fete neu zu erlassen sind, denn es lag ein Formfehler vor. Deshalb musste die Samtgemeinde Rodenberg die Erlaubnis für das Fest kassieren.

 Um dem Veranstalter zeitlich die Möglichkeit zu geben, darauf zu reagieren, eilte die Frau noch am selben Tag – Donnerstag vor der Fete – mit dem Bescheid zum Landkreis. So habe die Lauenauer Runde am Freitagvormittag die neuen Auflagen in Stadthagen abholen können.

 Den gesamten Vorgang kann die Lauenauerin mit amtlichen Schreiben belegen. Deshalb ärgert sie sich darüber, im Ort nun als Buhmann dazustehen, der anderen das Feiern nicht gönnt. Es werde zudem der Eindruck erweckt, sie habe dreimal die Polizei gerufen, doch dies habe sie in der Fetennacht nur einmal getan. Auch sei sie nicht die Einzige, die der neue Bühnenplatz stört, denn eine Nachbarin hat sich ebenfalls sowohl über die Lautstärke als auch über die Vibrationen und darüber hinaus über Feiernde, die an Häuserwände urinieren, beschwert – und zwar schriftlich bei der Samtgemeinde.

 Den betreffenden Anwohnern gehe es darum, dass bei der Fleckenfete die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden. Und diese besagen, dass in den Schlafräumen nach 22 Uhr maximal 55 Dezibel gemessen werden dürfen. Da dies mit dem neuen Bühnen-Standort nicht möglich sei, fordern die Anwohner, diese wieder an der Kreuzung Rundteil/Coppenbrügger Landstraße zu platzieren.gus

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