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Lauenau Lebhafte Diskussion über die Edeka-Expansion
Schaumburg Rodenberg Lauenau Lebhafte Diskussion über die Edeka-Expansion
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18:03 29.10.2018
Das Bürgerhaus muss den Plänen für die Edeka-Expansion weichen. Quelle: göt
Lauenau

Mit der Expansion von Edeka im Zentrum von Lauenau ändert sich das Ortsbild des Fleckens immens. In der Diskussion entsprechend beleuchtet worden sind die Pläne vom Lauenauer Bauausschuss und den zahlreichen Zuhörern.

Holger Oehlmann (CDU) kritisierte, dass der Eingangsbereich des Supermarktes und die Lkw-Anlieferungszone zu nah beinander liegen. Der Bereich sollte entzerrt werden. Es gebe lediglich eine großen Anlieferung pro Tag, in der Regel zwischen 6 und 7 Uhr, entgegnete Simon Zehler von der Edeka-Gruppe. Die Überschneidungen seien deshalb gering.

Edeka und Verwaltung haben verschiedene Szenarien diskutiert

Ein Zuhörer erkundigte sich, warum der Eingangsbereich in Richtung Plaza ausgerichtet ist und dem alten Ortskern den Rücken kehrt. Oehlmann schlug vor, den Komplex um etwa 45 Grad zu drehen und somit zu beiden Seiten zu öffnen. „Der Baukörper lässt sich nicht so einfach drehen, wenn der Bestandsmarkt steht“, erklärte Janisch.

Also werde erst der Neubau fertiggestellt, bevor der alte Markt abgerissen wird. Beide Gebäude währenddessen auf der Fläche unterzubringen scheint sich den Schilderungen zufolge als kniffeliges Puzzlespiel erwiesen zu haben.

Wie Gemeindedirektor Sven Janisch schilderte, befindet sich der Flecken seit Ende 2014 in Gesprächen mit der Edeka-Expansionsleitung. In dieser Zeit wurden verschiedene Szenarien diskutiert und viele Pläne verworfen. Die Lösung sei so „verkehrstechnisch am sinnvollsten“.

Edeka soll großen Bäcker beinhalten

„Wir bilden ein neues Zentrum für Lauenau aus“, sagte der Bauausschussvorsitzende Uwe Heilmann (SPD). Auch für die Regenberg-Immobilie werden aktuell Investoren gesucht, die dort etwas gestalten wollen. „Das wird sich insgesamt radikal verändern“, so Heilmann weiter.

Herbert Zimmermann (CDU) fragte, ob in dem Gebäude weitere Geschäfte untergebracht werden, etwa eine Drogerie oder ein Lotto-Geschäft. „Bei der Größe ist es unheimlich schwer, noch zusätzliche Flächen reinzubekommen“, entgegnete Zehler. Ein großer Bäcker soll aber integriert werden.

Abriss des Bürgerhauses: Wohin mit den Vereinen?

Nicole Wehner (WGLF) sorgte sich um eine „konservenbüchsenartige Struktur“ der Außenfassade, weil diese in der Zeichnung als homogene weiße Fläche skizziert war. Hubert Gaul vom Architekturbüro Planer in der Pankemühle versicherte, dass dies nur am frühen Stadium der Pläne läge. Angedacht ist ein „Wechselspiel verputzter und geklinkerter Flächen“.

Wohin die Vereine ausweichen können, die aktuell das Bürgerhaus nutzen, wollte ein weiterer Zuhörer wissen. Dieses muss dem Neubau weichen. Janisch versicherte, dass es „sofort Ersatz für alle Nutzer gibt“. Der Flecken biete genügend potenzielle Räume.

von Andrea Göttling