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Lauenau Magnet für die Mitte
Schaumburg Rodenberg Lauenau Magnet für die Mitte
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15:30 10.11.2018
Symbolbild Quelle: DPA
LAUENAU

Es gelte, die Interessen des Fleckens so gut wie möglich zu vertreten, hieß es beim Stammtisch des Ortsvereins – wobei auch klar wurde, welche Bedeutung der Verbrauchermarkt für Lauenau hat.

Wichtig ist CDU-Orts-Chefin Nicole Bruns vor allem, dass der Edeka-Markt an Ort und Stelle erhalten bleibt. Denn dieser zieht auch Einkäufer an, die nach dem Edeka-Besuch noch andere Geschäfte im Zentrum des Fleckens ansteuern. „Ein richtiger Magnet muss in der Mitte bleiben“, ergänzte Herbert Zimmermann. Dies sei eine Voraussetzung für einen lebendigen Ortskern. Auch für Gehbehinderte ist ein zentrumsnaher Lebensmittelladen wichtig, so Zimmermann.

Vom Edeka-Gebäude erschlagen

Dabei gab es auch kritische Stimmen bezüglich der Expansionspläne. Manchem Lauenauer wäre es wohl lieber, wenn Edeka wie die Discounter Penny und Aldi an den Ortsrand ginge. Denn das Zentrum werde von dem bald etwa dreimal größeren Edeka-Gebäude förmlich erschlagen. Schließlich befinde sich direkt daneben bereits der nicht eben hübsche Gewerbepark.

Doch Edeka hat an einem solchen Schritt kein Interesse. Das Sortiment unterscheide sich deutlich von dem der Discounter. Die Interessen des Handelsunternehmens stehen für die CDU jedoch gar nicht im Mittelpunkt – es gehe um die Interessen des Fleckens und die seiner Einwohner. Bekannt sei, dass derzeit viele aus der Gemeinde zum Einkaufen lieber den WEZ-Markt in Rodenberg aufsuchen. Dies geschieht, weil dieser ein vergleichbares, aber erheblich umfangreicheres Sortiment hat, war die Vermutung Thorsten Lücks.

Edeka-Eingang am falschen Platz

„Das Ziel ist, das Optimale für den Flecken Lauenau herauszuholen“, betonte Bruns. Dies schließt im Idealfall mit ein, dass die Verkehrssituation am ZOB entschärft wird. Dazu ist es notwendig, einen Teil eines Privatgrundstückes zu erwerben. Dies war in der Vergangenheit, als der ZOB errichtet wurde, gescheitert. Die CDU hofft auf Bewegungen bei diesem Thema, da sich seit den früheren Verhandlungen personelle Veränderungen ergeben haben.

Wie bereits von CDU-Ratsherr Holger Oehlmann im Bauausschuss moniert, ist es den Christdemokraten ein Dorn im Auge, dass der Eingang zum neuen Edeka in Richtung Plaza zeigt. Besser wäre eine Öffnung des Marktes in Richtung des Parkplatzes zwischen Volksbank und Plaza.

Ein Anziehungspunkt wie Edeka ist Lück zufolge auch deshalb von Bedeutung, weil sich dort Leute treffen und miteinander ins Gespräch kommen. Dies könne helfen, Menschen aus den Neubaugebieten ins Ortsleben zu integrieren. gus