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Mineralienschau mit „Schaumburger Diamanten“

Lauenau Mineralienschau mit „Schaumburger Diamanten“

Seelilie und Schnecke, Farn und Gingkoblatt haben etwas gemeinsam. Über wenigstens 150 Millionen Jahre hinterließen sie unerkannt ihre Konturen im Gestein, um irgendwann einmal von Forscherhänden freigelegt und nun im Hof der Lauenauer Wasserburg präsentiert zu werden.

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Leni und ihr Großvater Willy Tindel haben ihren Gesteinsfund beim Besuch in Lauenau bestimmen lassen.

Quelle: nah

Lauenau. Bei der 21. Schaumburger Mineralienschau waren sie jedoch nicht die einzigen Attraktionen. Da glitzerten zum Beispiel Goldnuggets mit Bergkristall um die Wette, wobei Letzterer als in Extertal oder Deister gefundener „Schaumburger Diamant“ einen viel schöneren Namen trägt.

 Sorgfältig hatte Leni ihren steinernen Schatz im Rucksack von Hattendorf nach Lauenau gebracht. Mit Opa Willy Tindel wollte sie nun endlich wissen, was es denn mit ihrem orange-weiß gefleckten Fund auf sich hat. Anfangs steckten die Experten noch etwas ratlos die Köpfe zusammen, prüften sogar mit Salzsäure die Beschaffenheit, um der Achtjährigen endlich zu erklären, dass ihr Calcit in Größe und Dichte doch schon etwas Seltenes ist.

 In Seltenem kooperieren auch Lothar Oldemeier aus Porta Westfalica und Andreas Hein aus Petershagen miteinander. Der eine sammelt unscheinbar wirkende graue und weißliche Brocken, die die Flut an die Helgoländer Düne trägt. Der andere schneidet sie auf und poliert deren Innenfläche, bis diese in allen nur denkbaren Rottönen leuchtet. Souvenirjägern auf der Nordseeinsel sei allerdings vom Nachahmen abzuraten: Nur der Kennerblick entdeckt unter Abertausenden Geröllstücken diejenigen, die vielleicht ein wertvolles Innenleben versprechen können.

 Thorsten Petri aus Harsum hat an seinem Stand die urzeitliche fossile Welt vor sich ausgebreitet. Aus Misburg und Marokko, von Steinbrüchen bei Osnabrück und Tongruben bei Duingen stammen seine Funde. Die sich schwarz abzeichnende Seelilie auf großem Stein könnte glatt zum exklusiven Wandschmuck werden. Das Gegenstück aber, ein konturenreiches Gingkoblatt auf grauem Grund würde wohl eher einen hübschen Damenhals zieren. nah

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