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Namen erhalten Gesichter

Lauenau / Ehrenmal Namen erhalten Gesichter

 75 Jahre nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs soll sich das Lauenauer Ehrenmal nicht mehr nur auf die Namen der Gefallenen und Vermissten beschränken. Schautafeln könnten ihnen jeweils ein Gesicht verleihen.

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Die Schautafeln von Sabine Titze-Dölz sollen am Ehrenmal bleiben.  nah

Lauenau. Zur Erinnerung an den Ausbruch der Kriege vor hundert und vor 75 Jahren hatten sich Gläubige zu einem Gottesdienst am 31. August am Ehrenmal versammelt. Damals blickten sie auf zwei große Schautafeln, die Sabine Titze-Dölz angeregt hatte. Die Konturen der kriegführenden Länder in Europa und Asien waren mit Fotos, Namen und Dokumenten von und über Lauenauer Männer ergänzt worden, die ums Leben gekommen waren oder in den Kriegswirren verschollen sind. Allein für die Zeit von 1939 bis 1945 ist das Schicksal von mehr als 170 Einwohnern dokumentiert.

Nun sollten die beiden Collagen samt einem mit Vermissten-Namen gestalteten Fensterflügel dem Heimat- und Museumsverein übergeben werden. Dessen Vorsitzender, Jürgen Schröder, unterstützte zwar die Sache, trieb etliche Fotos von Gefallenen auf und ist auch weiter auf der Suche. Aber im Museum findet er keinen geeigneten Platz: Für ihn wäre ein Verbleib am Ehrenmal sinnvoller. Ähnlich sieht es Pastor Dieter Meimbresse. Auch Bürgermeister Heinz Laufmöller begrüßt die Idee, das Ehrenmal neu zu dekorieren: „Die Bilder sind dort am richtigen Platz.“ Zudem seien sie weitaus eindrucksvoller als die hölzernen Tafeln mit den Namen der Betroffenen.

Sabine Titze-Dölz freut sich über die neuen Überlegungen: „Das war meine Vision. Mir geht es nicht um eine Glorifizierung des Krieges“, beteuert sie. Sie wolle „diese vom damaligen Regime beeinflussten Männer einfach nur vor dem Vergessen bewahren.“

Inzwischen wartet sie mit einem neuen Vorschlag auf: „Warum nicht die Konturen der Weltkarte an die Wände zeichnen und darauf die Fotos bringen“, schlägt sie vor. Darüber könne eine Plexiglasscheibe die Collage sichern. nah

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