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Neue Fragen an die Ex-Geliebte

Mord in Lauenau Neue Fragen an die Ex-Geliebte

Die frühere Geliebte von Uwe K. muss im Mordprozess noch einmal in den Zeugenstand. Das hat Richter Norbert Kütemeyer, Vorsitzender des Bückeburger Schwurgerichts, am jüngsten Verhandlungstag bekannt gegeben. Details, wozu die Zeugin befragt werden soll, nannte Kütemeyer nicht.

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Lauenau/Bückeburg. Fest steht, dass sich die Fragen auf abgehörte Gespräche zwischen dem mordverdächtigen Lauenauer Uwe K. und dessen damaliger Geliebter beziehen werden. Vier Telefonate, geführt nach dem gewaltsamen Tod von Ines K., hat das Gericht bislang vorgespielt. Offenbar ist den Richtern noch einiges unklar.

Uwe K. wird schwer belastet

Der Angeklagte wird von seiner Ex-Geliebten schwer belastet. Aus einem Versteck im Zwischentrakt des Wohn- und Geschäftshauses will die 43-Jährige am Mittag des 27. Mai 2015 beobachtet haben, dass der Handwerksmeister seine Frau niedergeschlagen hat. In den Telefongesprächen, die beide später geführt haben, ist davon jedoch keine Rede.
Stattdessen erklärt K. beispielsweise: „Ich gebe doch nichts zu, was ich nicht war.“ Seine Geliebte tröstet ihn: „Es tut mir so leid.“ Vor Prozessbeginn hatte die Frau monatelang behauptet, zur Tatzeit in Bad Nenndorf gewesen zu sein. Später widerrief sie diese Aussage, nachdem der Angeklagte ihr beim Auftakt unterstellt hatte, den Mord begangen zu haben – allein oder mit Komplizen.

Zuletzt hat sich das Gericht ein psychiatrisch-psychologisches Gutachten über Uwe K. angehört. Bestellt hatte diese Expertise die Verteidigung. Was das Gericht von dem Gutachten hält, muss sich zeigen. In Gesprächen mit Uwe K. hat der Sachverständige den Eindruck gewonnen, dass dieser „mit seinem Leben ausgesprochen zufrieden“ war. Angeblich florierte das Geschäft, die Familie war intakt, die Geliebte lief als Zweitfrau nebenher.

K. wirkt auf Psychologe ausgeglichen und beherrscht

In der Anklageschrift heißt es dagegen, dass Uwe K. seine Frau Ines heimtückisch ermordet habe, um mit der Geliebten ein neues Leben anfangen zu können. Das wäre ein Motiv. Der Gutachter geht nicht davon aus, dass Ines K. für ihren Mann eine Last war. Hinweise, dass sie ihn gekränkt hat, was zu einer Tat im Affekt geführt haben könnte, hat er auch nicht gefunden. Ohnehin hält der Sachverständige den Lauenauer für „eine ausgeglichene, überaus selbstbeherrschte Persönlichkeit“.

Unklar ist bislang die wirtschaftliche Situation des Ehepaares. Während die Mordkommission von einer prekären Situation ausging, soll K.s Steuerberater die finanzielle Lage nach Darstellung des Angeklagten als „bombastisch“ bezeichnet haben, jedenfalls „für einen so kleinen Betrieb“. 

ly

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