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Nur die Beine wollen nicht mehr

Lauenau Nur die Beine wollen nicht mehr

Fast ein wenig erstaunt blicken sich die beiden an: „Dass wir gemeinsam so alt werden, hätten wir nie zu träumen gewagt“, sagen Wilhelm und Hannelore Rebmann. Morgen, Mittwoch, 27. August, feiern sie das Fest der Eisernen Hochzeit: Vor genau 65 Jahren wurden sie in der Hülseder St.-Ägidien-Kirche getraut.

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Wilhelm und Hannelore Rebmann sind seit 65 Jahren verheiratet.

Quelle: nah

Lauenau. Das kleine Dorf am Süntel und die Wirren des Krieges haben das Jubelpaar zusammengeführt. Dort hatten sich die beiden Vertriebenen kennen- und lieben gelernt und mit nur wenigen Habseligkeiten den gemeinsamen Lebensweg begonnen. Arbeit fand sich in der Landwirtschaft; auf dem Rittergut dienten zwei winzige Zimmer als Wohnung.

 1967 wechselte die um Tochter Elke gewachsene Familie ins benachbarte Schmarrie, weil die dortige Stuhlfabrik mit Beschäftigung lockte. Der nächste Umzug vollzog sich 1986, um in Lauenau mit einer Einliegerwohnung auch die Hausmeisterfunktion und Gartenarbeit eines großen Villengrundstücks zu übernehmen. Diesen Schritt haben Rebmanns nie bereut, zumal sie nie ein Auto besaßen.

 Erst ein Schlaganfall und weitere Krankheiten beendeten jäh die Tätigkeit. Mehr noch: Selbst die täglichen Spaziergänge waren dem heute 86-Jährigen nicht mehr möglich: „Keinen Schritt kann ich gehen“, sagt der Senior bedauernd – und schaut dankbar seine Gattin an. Diese pflegt ihn bis hin zur täglichen Rasur, obwohl die eigenen Kräfte nach einer schweren Operation vor zwei Jahren deutlich nachgelassen haben. So erweist sich der steile Anstieg zur Wohnung am Hoppenberg als unüberwindbare Hürde: „Die Beine wollen nicht mehr.“

 Aber die Freude am kleinen Garten gleich vor der Terrassentür ist ihr geblieben: Die Blumen pflegt Hannelore Rebmann immer noch selbst. Für Einkauf und Arztbesuche gibt es Hilfe durch die Tochter. Und mit immer noch wachem Blick verfolgt das Jubelpaar via Zeitung und Fernsehen das Welt- und Lokalgeschehen. „Wir danken schon dem lieben Gott, dass wir so alt werden durften“, sind sich beide einig. nah

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