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Oberbaubuch und Weichenpläne

Modelleisenbahner in Lauenau Oberbaubuch und Weichenpläne

Drei große Räume hat die Arbeitsgruppe „Sünteltalbahn“ im Heimat- und Museumsverein vom Flecken Lauenau erhalten. Mitten im Gewerbepark entsteht der Nachbau des früheren örtlichen Bahngeländes. Eine weitere große Anlage dient den jungen Mitgliedern als Tüftel- und Spielobjekt.

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Hans-Werner Miek kann sich gar nicht satt sehen an den großformatigen Weichen- und Gleisbauplänen der preußischen Staatsbahnen.

Quelle: nah

LAUENAU. Aber die Gleis- und Zugexperten besitzen auch jede Menge Unterlagen und Gegenstände von der früheren Strecke, die von 1904 bis 1989 zwischen Bad Münder und Bad Nenndorf betrieben wurde.

Nun ist der eigentlich großzügig vorhandene Platz noch ein wenig enger geworden. Denn ein bislang in Bad Nenndorf lebender ehemaliger Bahnmitarbeiter hat seine Sammlung der Lauenauer Gruppe übergeben. Mitglied Hans-Werner Miek gingen fast die Augen über, als ihm Heinrich Köritz seinen Bestand zeigte: Großformatige Bände über Drehstuhlweichen, das Oberbaubuch der preußischen Staatsbahnen und etliche andere Folianten aus dem Besitz der Bahnmeisterei Haste befanden sich darunter.

Ein Ordner mit Dienstvorschriften von der Station Lauenau enthält sogar handschriftliche Eintragungen des früheren Vorstehers Heinrich Rokahr. Frachtbriefbeutel, Frachtbriefe, Kellen, ein Fahrkartenstempel und etliche Weichenstellhebel füllten insgesamt sechs Kisten. Als kleines Juwel entdeckte Miek gar ein Buch mit Fernmeldeschaltungen: „Jetzt können wir unsere alte Telefonanlage in Betrieb nehmen“, freute er sich auf bevorstehende Gruppentreffen.

Über Neues wird sich immer gefreut

Doch was passiert mit den vielen neuen historischen Exponaten „Die schönsten stellen wir aus“, haben Miek und seine Freunde schon entschieden So liegen die dicken Gleis- und Weichenbaubücher bereits unter schützendem Glas. Die Kellen wurden dem Sortiment der offiziell so bezeichneten „Fahrdienstleiter-Befehlsstäbe“ zugeführt. Die Plaketten der Weichenstellhebel, von denen eines den Hinweis „B2 aus Lauenau“ trägt, liegen derzeit aufgereiht auf einem Tisch.

Für die Modelleisenbahner komplettiert sich damit weiter das Wissen um die alte Bahnstrecke „Es ist erstaunlich, dass wir noch immer Neues finden oder angeboten bekommen“, freut sich Miek über mögliche weitere Zugänge. Längst hat die Gruppe ihre Sammlung schon auf den Bahnhof Haste ausgedehnt. Schließlich wurden dort die Züge eingesetzt, die fahrplanmäßig einst bis Hameln verkehrten.

Interessierten zeigen die Eisenbahner denen sich inzwischen auch einige Jugendliche angeschlossen haben, gern ihre Sammlung und erläutern ihre wichtigsten Schätze. Für das kommende Jahr haben sie sich sogar regelmäßige Öffnungszeiten vorgenommen, die den anderen kulturellen Einrichtungen wie Fleckenmuseum und Josef-Hauke-Ausstellung entsprechen könnten. nah

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