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„Offene Rechnungen“ im Museum

Lauenau / Positive Bilanz „Offene Rechnungen“ im Museum

Die Öffnung der ehemaligen Hofanlage Reinecke und der Abriss alter Gebäude haben dem Lauenauer Heimat- und Museumsverein höheres Besucherinteresse beschert.

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Hans-Georg Rabe (r.) übergibt Jürgen Schröder erste „Söltjer“-Exemplare für das Museumsarchiv.

Quelle: nah

Lauenau. Lauenau (nah). Davon ist Vorsitzender Jürgen Schröder überzeugt. Zur noch besseren Frequentierung wünscht er sich von der Gemeinde eine Informationstafel auf dem neuen Parkplatz zwischen Museum und Volkspark – mit Hinweisen auf weitere lokale Sehenswürdigkeiten.

 Kaum seien im vergangenen Frühjahr die beiden Scheunen verschwunden gewesen, hätte sich im nun auch optisch in den Mittelpunkt gerückten „Gesindehaus“ bei den sonntäglichen Öffnungszeiten „mehr Spontanpublikum“ eingefunden, berichtete Schröder. Auch das Interesse auswärtiger Gruppen an den hiesigen Exponaten sei gestiegen. Dem neuen Parkplatz hinter dem Haus fehle nun noch eine Ortsübersicht für fremde Besucher. Der Vorsitzende der „Lauenauer Runde“, Karsten Sucker, begrüßte die Idee: Auch die bestehenden Info-Tafeln an den Ortseingängen seien „in die Jahre gekommen“.

 Schröder hat eine neue Zielgruppe für den Heimatverein entdeckt. Da Ortsgeschichte auch für Folgegenerationen zu bewahren sei, „müssen wir junge Familien und ihre Kinder ins Museum locken“. Folgerichtig werde das für den 16. Juni geplante Terrassenfest von einem „Spiel- und Spaß-Angebot“ begleitet sein. Zugleich beginne eine Sonderausstellung unter dem Motto „Wir haben noch eine alte Rechnung offen“ mit Dokumenten örtlicher Handwerksbetriebe.

 Der Vorsitzende bedauerte, dass ein Diebstahl im vergangenen Sommer nicht aufgeklärt werden konnte. Damals verschwanden einige Gegenstände mit geringem materiellen Wert, aber hoher ideeller Bedeutung. Dem Täter („Ein Dummejungenstreich!“) sei offenbar nicht klar gewesen, dass „er unsere Arbeit mit Füßen getreten hat“.

 Neue handwerkliche Arbeit warte im Museumsgebäude auf zuverlässige Helfer. Ein maroder Balken müsse ausgetauscht und ein Fußboden erneuert werden. Darüber hinaus hat der Heimatverein begonnen, generell die Geschichte seines Hauses aufzuarbeiten. Einem ersten Treffen früherer Bewohner soll ein zweites folgen. Erstmalig dokumentiert wurde die Gebäudehistorie im jüngsten Jahrbuch „Der Söltjer“ des Heimatbunds Bad Münder. Dessen stellvertretender Vorsitzender Hans-Georg Rabe übergab einige Exemplare und warb um weitere Themen und Autoren: Die dortige Schrift soll künftig auch Aspekte des Sünteltals mit erfassen.

 Der Heimat- und Museumsverein Lauenau könnte nach der Abspaltung der Arbeitsgruppe „Feggendorfer Stolln“ bald auch die „Eisenbahnfreunde Sünteltalbahn“ verlieren. Die Modellbauer und Forscher rund um die ehemalige Linie zwischen Bad Nenndorf und Bad Münder besitzen inzwischen so viele Dokumente und Gegenstände, dass sie „bezahlbare Räumlichkeiten“ finden müssen. Das jetzige Klubzimmer „platzt aus allen Nähten“. Sprecher Hans-Werner Miek berichtete zudem von Überlegungen, sich ebenfalls als Förderverein auf eigenen rechtlichen Füßen zu etablieren. Die Gruppe hat inzwischen allein 2400 Bilder und Zeichnungen von der gesamten Strecke archiviert. „Zeitraubend“ sei der originalgetreue Nachbau des Lauenauer Bahnhofsgeländes. Miek freute sich über das unverändert große Interesse: Der jüngste „Tag der offenen Tür“ habe über 300 Besucher beschert, darunter etliche Eisenbahner, die sich gemeinsam alter Zeiten erinnerten.

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