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Pflegeschwester sagt im Fall Uwe K. aus

Mysteriöser Einbruch Pflegeschwester sagt im Fall Uwe K. aus

Eine mysteriöse Geschichte: Nachdem Uwe K. aus Lauenau Ende September 2015 wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft gekommen war, soll in das Haus der Familie eingebrochen worden sein. Das berichtet die Tochter der Pflegemutter, bei der K. (45) aufgewachsen ist.

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Lauenau/Bückeburg. „Wir hatten den Eindruck, dass der Einbrecher sich auskannte, weil wenig Spuren hinterlassen wurden“, erzählte die Zeugin, eine 29-Jährige aus Hamburg, die nach dem Mord zunächst mit anderen Verwandten in dem Haus gelebt hatte. Kurz vor dem Einbruch waren alle ausgezogen.

„Sehr mysteriös“ findet die Frau, dass „viele persönliche Dinge gestohlen worden sind“, darunter eine Haarsträhne, welche die ermordete Ines K. aufbewahrt haben soll. Außerdem habe das Hochzeitsalbum auf einer Kommode gelegen, in der es sich vorher befunden habe. „Das Album wurde angeschaut“, glaubt die Hamburgerin, die all dies als „beängstigend“ empfand.

Im Verdacht hat sie die frühere Geliebte des Angeklagten. In ihrem WhatsApp-Profil im Internet soll die 43-Jährige kurz nach dem Einbruch ein selbst gemaltes Bild eingestellt haben, das sie auf einem Bett zeigt. Die Bettwäsche soll der in einem Zimmer des Hauses geglichen haben – als sei die Geliebte vorher dort gewesen.

In der U-Haft soll Uwe K. sinngemäß gesagt haben: „Solange ich auf freiem Fuß war, hatte ich alles unter Kontrolle.“ Ganz erklären kann sich die Tochter seiner Pflegemutter den Satz nicht.

Uwe K. beschuldigt seine Ex-Geliebte, den Mord begangen zu haben – allein oder mit Komplizen. Die Frau hat daraufhin vor dem Bückeburger Schwurgericht eine frühere Aussage widerrufen, wonach sie zur Tatzeit auf einem Parkplatz in Bad Nenndorf war. Die 43-Jährige behauptet nun, aus einem Versteck im Haus gesehen zu haben, wie K. am Mittag des 27. Mai 2015 mit einer Latte auf den Kopf seiner Frau einschlug.

Oberstaatsanwalt Frank Hirt geht unverändert davon aus, dass der Mann auf der Anklagebank Ines K. den Schädel zertrümmert und das noch lebende Opfer anschließend mit Müllsacken erstickt hat, um an der Seite seiner Geliebten ein neues Leben anfangen zu können. Gegen die Ex-Freundin wird nicht wegen Mordes ermittelt.

Selbst seine Pflegemutter, die sonst nur Gutes über Uwe K. sagt, traut ihm zu, in die Tat verstrickt zu sein. „Wir glauben auch weiterhin, dass es Uwe nicht mit seinen Händen getan hat. Aber dass er verwickelt ist, habe ich ablesen können“, schrieb die 66-Jährige einem Polizisten, nachdem sie die Protokolle der Telefonüberwachung gelesen hatte – zur Verfügung gestellt von der Verteidigung. Nach dem Mord hatten Polizisten Gespräche zwischen K. und der Geliebten abgehört. Über den genauen Inhalt ist im Prozess bisher nichts bekannt geworden.

Ihren Pflegesohn beschreibt die 66-Jährige als „freundlich und fröhlich“, ein „zugewendeter Mensch“. Von Problemen in der Ehe hat sie nichts bemerkt. Die Pflegemutter kann sich überdies „nicht vorstellen“, dass Uwe K. seiner Tochter „das antun würde“. Gemeint ist die Ermordung der Mutter.

Der Mordprozess wird am Montag, 25. April, um 9 Uhr fortgesetzt.   ly

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