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Räder rollen für mehr Rechte

Feggendorf/Ahnsen / Ankündigung Räder rollen für mehr Rechte

Motorradfahrer aus ganz Deutschland wollen sich mit einer Sternfahrt nach Berlin und einer Kundgebung am 27. August gegen Diskriminierung und für mehr Rechte einsetzen. Es ist die neunte Demonstration auf Rädern, zu der die deutsche „Biker-Union“ aufruft. Aus dem Landkreis Schaumburg will sich eine Gruppe anschließen: Der Feggendorfer Joachim Schütz macht sich bereits zum vierten Mal auf den Weg. Eine Abordnung der „Motorradfreunde Schaumburger Land“ ist neu dabei.

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Auf dem Weg nach Berlin: der Feggendorfer Joachim Schütz (rechts) und eine Abordnung der Schaumburger Motorradfreunde. © nah

Feggendorf/Ahnsen (nah). Schütz ist von dem Gemeinschaftserlebnis der Zweirad-Lenker so fasziniert, dass er sich schon am Montag, 22. August, auf den Weg machen wird. Denn am 23. August beginnen vier Touren durch die gesamte Republik. Der Feggendorfer hat sich die Nordostroute überlegt, die quer durch Mecklenburg-Vorpommern führen wird. Am Freitag schließt er sich dann dem großen Konvoi an, der vom osthannoverschen Fuhrberg nach Berlin führt.

Seine Schaumburger Gesinnungsfreunde schließen sich dem aus dem Südwesten kommenden Pulk an. Dieser wird am Donnerstagnachmittag, 25. August, etwa gegen 16 Uhr das Schaumburger Land durchqueren. Wie viele Motorräder dann auf der Bundesstraße 65 unterwegs sind, vermag der Feggendorfer nur zu schätzen: Bei der letzten Tour vor zwei Jahren waren es rund 270.

„Das hängt auch vom Wetter ab“, weiß Schütz aufgrund eigener Erfahrungen. Er steht hinter den Forderungen des Verbands, der seine Mitglieder im täglichen Straßenverkehr benachteiligt sieht. Vor allem werden verschärfte umweltrechtliche Rahmenbedingungen für Maschinen, eine „Diskriminierung von Fahrern in allen Bereichen der Gesellschaft“, „tödliche Fallen für Biker im Straßenverkehr“ und Straßensperrungen für Motorradfahrer angekreidet. Dagegen will die Union das Motorrad als umweltfreundliche Alternative anerkannt und das „Vorbeifahren an stehenden und langsam fahrenden Kolonnen“ erlaubt wissen. Auch wird eine zu geringe Zahl von Motorradstellflächen in Innenstädten beklagt.

Mit ihrer Teilnahme in Berlin verbindet die hiesige Gruppe allerdings auch eine den hiesigen Tourismus fördernde Absicht: „Wir tragen doch das Nesselblatt auf dem T-Shirt“, weist Sprecher Hans Stamm auf die einheitliche Vereinskleidung hin, „das weckt bestimmt Neugier und schafft Kontakte“.

Interesse wünscht sich Stamm auch für seinen noch jungen Verein. An jedem ersten Sonnabend im Monat treffen sich Schaumburgs Motorradfans um 20 Uhr im ehemaligen Sägewerk in Ahnsen, Schulstraße 28. „Alter spielt keine Rolle“, betont Stamm. Nur die „Maschine“ muss stimmen: „Ab 125 Kubikzentimetern ist jeder willkommen.“

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