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Rat sagt ja zu Stolpersteinen

Lauenau Rat sagt ja zu Stolpersteinen

Der Rat der Gemeinde Lauenau hat sich dafür ausgesprochen, dass Stolpersteine zum Gedenken an von den Nazis getötete Juden im Flecken verlegt werden.

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Quelle: SN

Lauenau. Den Antrag dazu hatte die Gruppe CDU/Grüne eingebracht. Am Donnerstag, 29. Januar, 9 Uhr, sollen die Steine an der Marktstraße und der Langen Straße platziert werden.

 Thomas Berger (Grüne) kündigte an, dass es nicht bei der reinen Verlegung der Gedenkplatten bleiben soll. Auch ein Vortrag des Künstlers Gunter Demnig ist vorgesehen. Demnig ist Initiator des Projekts Stolpersteine. In mehreren europäischen Ländern hat er bereits mehr als 40000 dieser Gedenksteine verlegt.

 Darüber hinaus soll es zu den Schicksalen der Lauenauer NS-Opfer eine Ausstellung geben, als Raum schlug Berger das Bürgerhaus vor. Noch seien Ideen gesucht, um den Tag und die Ausstellung im Speziellen zu bereichern.

 Bürgermeister Heinrich Laufmöller begrüßte die geplante Steinverlegung im Namen der SPD-Fraktion. Wichtig sei, dass die Aktion von der Bevölkerung getragen werde, daher solle die Finanzierung über Spenden und nicht aus dem Gemeindesäckel erfolgen. Berger sagte, dass die Gruppe CDU/Grüne sich um die Vorbereitung und die Finanzierung kümmern wird. Die Mitglieder seien auch Ansprechpartner für die Bürger.

 Laufmöller erinnerte an eine Diskussion über die Symbolik des Stolperstein-Projekts, in der sich jüdische Gemeinden gegen die Steine im Wegepflaster wandten. Es sei bereits zu viel auf den Juden herumgetrampelt worden, habe es damals geheißen. Diese Diskussion sei aber mittlerweile beigelegt. Heyno Garbe griff die Argumente der damaligen Diskussion auf und sprach sich in der Einwohnerfragestunde für eine andere Form der Erinnerung an die NS-Opfer aus.

 Der Rat stimmte geschlossen für die Stolpersteinverlegung. Zuletzt hatte es Stolpersteinverlegungen in Rodenberg und Hülsede gegeben.gus

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