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Lauenau SPD fordert Notfallambulanz
Schaumburg Rodenberg Lauenau SPD fordert Notfallambulanz
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00:21 06.06.2015
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Lauenau

Lauenau befindet sich laut Berechnungen der SPD von allen dann noch infrage kommenden Krankenhäusern gleich weit entfernt. Zum Robert-Koch-Krankenhaus Gehrden dauert die Reise ebenso 35 Minuten wie zum Klinikum Schaumburg und zum Krankenhaus in Neustadt. 30 Minuten seien es bis zum Krankenhaus in Hameln.

Derweil bräuchten die Bürger des Fleckens aktuell nur 15 bis 20 Minuten, um zum Stadthäger Krankenhaus zu gelangen. Dieses schließt aber mit der Eröffnung des Gesamtklinikums. „Das momentan diskutierte Stadthäger Ärztezentrum kann – wenn es denn überhaupt realisiert wird – die entstehende Lücke voraussichtlich nur ungenügend oder gar nicht ausfüllen“, schreibt die SPD. Bislang sind Lauenauer und Bewohner der umliegenden Orte zudem in beinahe komfortabler Situation, gibt es doch noch die Krankenhäuser Springe und Bad Münder. Springe soll aber im Sommer schließen beziehungsweise mit Gehrden zusammengefasst werden, Bad Münder befindet sich in einem Planinsolvenz-Verfahren.

„Es ist also zu befürchten, dass die Bürger der Samtgemeinde Rodenberg und damit auch Lauenaus mittelfristig längere Fahrzeiten zu den Akutkrankenhäusern in Kauf nehmen müssen“, schreibt die SPD. Die Lauenauer Genossen erinnern an das vehemente Nein ihres Kreistagsabgeordneten Wolfgang Kölling, der bei der entscheidenden Abstimmung im Kreistag gegen das neue Klinikum votiert habe.

Eine Möglichkeit, die drohende Situation zu entschärfen, wäre eine Notfallambulanz in Lauenau oder Rodenberg als erste Anlaufstelle zur Akutversorgung. Ansonsten sei die Ärzte-Dichte im Flecken gut. gus, r

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