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Schlagzeug für Konfirmanden

Lauenauer Jugendforum beschließt sein Ende Schlagzeug für Konfirmanden

Nach dem Ende des Düvel-Hauses ist nun auch das Ende für das Jugend- und Kulturforum Lauenau gekommen. Der Vorstand sah kein Fundament mehr für ein Weitermachen. Allerdings zieht sich die Auflösung noch bis zum Jahresende aus rechtlichen Gründen hin.

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Nur das Schild hängt noch: Das Lauenauer Jugend- und Kulturforum wird aufgelöst.

Quelle: nah

Lauenau. Mit der Rückgabe der Immobilie an den Flecken Lauenau deutete sich das Aus bereits an. Dem Vorstand fehlte die Motivation zum Weitermachen, wie der stellvertretende Vorsitzende Norbert Bruhne jetzt einräumte. Das habe sich bereits vor zwei Jahren bei einer vom Forum initiierten Umfrage angebahnt. 16 Rückmeldungen seien gekommen, „auch mit guten Ideen“. Aber schon bei einer ersten Zusammenkunft habe sich herausgestellt, dass niemand für diese Vorschläge zur Übernahme von Verantwortung bereit war.

Längst waren die wachsende Ganztags-Schulbetreuung mit ihren Musik-AGs zur Konkurrenz geworden und die Belastung der Jugendlichen beim Lernen für das „Turbo-Abi“. Hinzu kam der Schädlingsbefall im Düvel-Haus (wir berichteten).

Neuer Vorstand setzte musikalischen Schwerpunkt

Deshalb beschloss der Vorstand die Auflösung des vor genau 20 Jahren gegründeten Vereins. Damals hatten sich Eltern gefunden, um Heranwachsenden in einem Raum des Bürgerhauses einen Treffpunkt zu geben. Das ging lange Zeit gut, bis sich eben diese Jugendlichen durch Beruf und Studium anderweitig orientierten. 2006 bildete sich ein neuer Vorstand um Bruhne, der dem Förderverein einen neuen Namen gab und ihn auf musikalische Schwerpunkte ausrichtete. Geprobt wurde im Sportheim, später in einem Raum des Gewerbeparks und schließlich im ehemaligen Rathaus. „Das war unsere Top-Phase“, erinnerte sich Bruhne mit Konzertfahrten nach Dänemark, Open-Air-Partys zum Sommerferienauftakt und einer Rockrevue auf der Fleckenfete.

Als der Rat auf Drängen des Forums das in Teilen sanierte Düvel-Haus zur Verfügung stellte, legten Jugendliche und Eltern Hand an. Drei Räume wurden hergerichtet. Es kam auch zu einigen Veranstaltungen abseits von Musik. Aber eigentlich diente das Düvel-Haus nur Probeabenden von Bands – zuletzt sogar weitgehend von auswärtigen Gruppen.

Durch die jetzt bevorstehende Auflösung des Vereins können sich andere Nutznießer freuen. Denn die vor zehn Jahren beschlossene Satzung legte den Förderverein der Albert-Schweitzer-Schule als Empfänger gemeinnützig zu verwendender Gelder fest. Und das ist nicht wenig, immerhin handele es sich, so Bruhne, „um einen höheren sechsstelligen Betrag“. Schlagzeug und Bass aus dem Forum-Besitz gehen dagegen an die hiesige Kirchengemeinde: Der neue Popkantor des Kirchenkreises, Mario Knichala, will die Instrumente für eine Konfirmandenband nutzen. nah

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