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Schützen wollen in eigener Sache werben

Lauenau / Kreisschützentag des Verbands Deister-Süntel-Calenberg Schützen wollen in eigener Sache werben

Mit dem Einzug der Kreisstandarte und der Fahnen aus den angeschlossenen 34 Vereinen hat der Kreisschützentag des Verbands Deister-Süntel-Calenberg begonnen. Das Treffen der Schießsportler im Lauenauer „Sägewerk“ und damit ganz im Westen des bis an die Leine reichenden Verbandsgebiets hat inzwischen Tradition.

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Beeindruckendes Bild: Zum Auftakt der Veranstaltung marschieren die Fahnenträger ein.

Quelle: nah

Lauenau (nah). Seit Jahren bereits werden hier Regularien abgewickelt und Mitglieder geehrt.

Ganz ohne Sorgen sind die Schützen nicht, wie schon vorab unsere Zeitung berichtet hatte. Deshalb waren die Grußworte von Schaumburgs stellvertretender Landrätin Helma Hartmann-Grolm Balsam auf die Seelen: Sie lobte gleichermaßen die Traditionspflege wie auch die sportlichen Erfolge. Letztere können sich sehen lassen: Neun Landesmeistertitel wurden errungen. Kreisweit konnten sich 24 Mitglieder für Deutsche Meisterschaften qualifizieren.

Doch anhaltender Mitgliederschwund macht den Vereinen zu schaffen. Der Abstieg wäre vermutlich noch größer, wenn sich nicht der Bogensport weiter verbreiten würde. Auch das Lichtpunktschießen, mit dem die Vereine bereits Kinder ab sechs Jahren gewinnen können, dürfte den Trend zumindest in Teilen stoppen. Inzwischen gewährt der Deutsche Schützenbund flankierende Hilfe: Mit einem „Tag des Schützenwesens“ ist vom 6. bis 8. Oktober eine bundesweite Werbekampagne in eigener Sache vorgesehen.

Einen Grund für das Schrumpfen der Vereine will auch Lauenaus Bürgermeister Heinz Laufmöller entdeckt haben: Heute würden Wettkampf-Ergebnislisten nicht mehr im Schützenhaus herumgereicht und diskutiert. Das Internet liefere Ergebnisse bequem und schnell direkt auf den heimischen Bildschirm. Gleichwohl wünschte er dem Kreisverband weiterhin stabile Verhältnisse: „Bei diesem Vorsitzenden ist mir da nicht bange“, lobte er den Feggendorfer Wilfried Mundt.

Für die Vertreter der Kreissportbünde sprach der Schaumburger Dieter Fischer. Er wies darauf hin, dass neben sinkenden Mitgliederzahlen auch die Bereitschaft zur Mitarbeit im Vorstand geringer werde. Ein Grund: weiter wachsende Bürokratie.

Eines der Urgesteine im Schützen-Kreisvorstand wurde unter dem Beifall der Anwesenden geehrt: Wilfried Koch, der über drei Jahrzehnte unterschiedliche Funktionen ausübte, ist jetzt Ehrenmitglied.

Splitter vom Schützentag 

Als „alter Freund“ des Gebiets zwischen Deister und Calenberg erklärte sich der Bürgermeister der Samtgemeinde Rodenberg, Uwe Heilmann unter Bezug auf die Zeit, als der Raum Lauenau noch dem ehemaligen Landkreis Springe angehörte. Heilmann blickte auch auf den früheren Kreisvorsitzenden Peter Leiß, mit dem ihn eine Gemeinsamkeit verbinde: „Wir wachsen weiter“, begründete er ausgeprägte Körperrundungen. Wie diese noch weitere Formen annehmen könnten, ließ Heilmann nicht unerwähnt: Beim  „Sägewerk gleich um die Ecke gibt es prima Eis und beste Gastronomie“.

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Nach zehn Jahren ist der Münderaner Gerd Gehlen als Pressewart aus dem Kreisschützenverband ausgeschieden. Dass der zuverlässige Informant seit jeher großen Fleiß bewiesen hat, wissen nicht nur die hiesigen Journalisten zu schätzen. Kreisvorsitzender Wilfried Mundt blickte auf die Menge beschriebenen Papiers: „Die Bögen könnten wohl glatt einmal die Welt umrunden.“

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Eine Passage im 72-seitigen Berichtsheft zum Kreisschützentag ist Schaumburgs Landrätin Helma Hartmann-Grolm besonders aufgefallen: „Das jüngste Mitglied ist ja erst ein Jahr alt“, staunte sie über die Zahlen aus den Vereinen. Tatsächlich geht die Bandbreite vom Neugeborenen bis zum Senior mit 95 Lenzen.

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