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Lauenau So wird sich der Ortskern von Lauenau verändern
Schaumburg Rodenberg Lauenau So wird sich der Ortskern von Lauenau verändern
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16:49 24.10.2018
Der geplante Edeka-Neubau ist in Rot gezeichnet. Der hintere Bereich ist das Lager, links die Anlieferung. Links von dem Gebäude sollen öffentliche Parkflächen entstehen. Quelle: Planer in der Pankemühle
Lauenau

Jetzt haben sich rund 70 Zuhörer bei der ersten öffentlichen Vorstellung der Pläne im Bauausschuss informiert.

Seine aktuell 800 Quadratmeter große Verkaufsfläche will der Edeka-Markt mehr als verdoppeln. Hinzu kommen ein großes Lager und viele Stellflächen. Der Neubau soll in etwa dort entstehen, wo heute das Bürgerhaus steht. Ausweiten würde sich das Gebäude auch auf den Bereich rundherum – den öffentlichen Parkplatz, die Boulebahn und die Kegelbahn des Enzianstübls.

Darum will der Einzelhändler expandieren

Simon Zehler begründete die Expansionsabsichten der Edeka-Gruppe mit den gewachsenen Ansprüchen der Kunden. „Wir sehen hier in Lauenau eine ganz tolle Chance“, sagte er. Schließlich biete sich die Möglichkeit, sich als Markt neu aufzustellen und zeitgleich im Zentrum des Ortes zu bleiben – „wo wir auch sein wollen“.

Um das Baufeld freizumachen, sind diverse Abbruchmaßnahmen notwendig, wie Hubert Gaul vom Architekturbüro Planer in der Pankemühle ausführte. Der Neubau wird soweit nach Norden platziert, dass während der Bauphase der Betrieb des aktuellen Marktes aufrecht erhalten werden kann.

Zweiter Grund dafür ist, dass etwa drei Meter Gefälle zwischen Am Rundteil und Am Markt bestehen, wie Gaul schilderte. Der Baukörper müsse in der Mitte, im Schwerpunkt der Fläche, stehen. Südlich der Fläche, also etwa dort, wo der Markt aktuell steht, in Richtung Carl-Sasse-Straße, sollen dann öffentliche Parkflächen entstehen.

Die Erschließung des Areals erfolgt über drei Zufahrten: Coppenbrügger Landstraße, Im Scheunenfeld und Am Markt. Über letztgenannte Straße soll der Lkw-Verkehr fließen. Im Osten, also mit Blick auf die Plaza, ist der Eingangsbereich des Marktes angedacht. Dadurch entstehe auch ein funktionaler Zusammenhang zu dem Geschäftshaus an der Ecke Im Scheunenfeld/Am Markt, erklärte der Planer.

Auf Wunsch der Gemeinde ist eine kleinteilige Fassade vorgesehen, um den dörflichen Charakter aufzugreifen. Die ersten Entwürfe müssten aber noch ausgearbeitet werden, betonte Gaul.

Bauarbeiten sollen im Jahr 2020 beginnen

Die Bauzeit soll knapp gehalten werden, sagte Pepijn Pelt, Vertreter der holländischen Investorengruppe. Er rechnet damit, 2020 anzufangen und 2021 fertig zu sein. Allerdings müsse erst der Neubau stehen, bevor der alte Markt abgerissen werden kann und die Parkfläche fertiggestellt werden könne.

Wie teuer das Unterfangen wird, sei derweil noch unklar, weil die Planungen nicht abgeschlossen sind. Pelt schätzte die Kosten anhand von Erfahrungswerten auf etwa sieben Millionen Euro. Da ein Höhenunterschied auszugleichen ist, werde es wohl teurer.

von Andrea Göttling