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Sogar eine ganze Saison gerettet

50 Jahre DLRG Lauenau Sogar eine ganze Saison gerettet

Einen weiten Blick hatte Heinrich Kruse. Der Schwimmmeister im Lauenauer Freibad scharte 1966 13 Wasserfreunde um sich, um eine lokale Wasserrettung ins Leben zu rufen. Jetzt feiert die DLRG-Ortsgruppe ihr 50-jähriges Bestehen.

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Junge Rettungsschwimmer beim Wachdienst im Freibad.

Quelle: nah

Lauenau. Schnell wurde die Ausbildung organisiert. Schon im Jahr darauf fanden erste Wettkämpfe mit befreundeten Gruppen statt, um sich im Wasser bei Rettungsleinenstaffel oder der Bergung Verunglückter in voller Montur zu messen. Lange Zeit leitet mit Erich Lorenz ein weiterer Schwimmmeister die Geschicke.

Rekordsommer 1982

In seine Zeit fällt auch das erste Wintertraining, das im Bad Nenndorfer Hallenbad möglich wurde. Als ein Rekordsommer 1982 dem Lauenauer Bad 42.500 Gäste bescherte, unterstützt die DLRG die verantwortliche Aufsicht mit allein rund 180 ehrenamtlichen Wachstunden. Im Gegenzug erhält sie von der Samtgemeinde einen eigenen Schulungsraum auf dem Gelände.

Nach Karl-Heinz Menzel und Michael Stryj übernimmt 1989 Jörg Jennerjahn den Vorsitz, den er bis heute ausübt. Unter seiner Leitung wird die Ausbildung im Wasser immer weiter ausgebaut – zuletzt 2013 mit einem Angebot an Wassergewöhnung für jüngste Mitglieder. Seit 1986 hält die Ortsgruppe „Erste Hilfe“-Kurse ab. Mitglieder erlangen Fertigkeiten als Strömungsretter oder als Taucher. Mehrmals werden hiesige Mitglieder Landesmeister in verschiedenen Schwimmdisziplinen.

Freibadsaison gerettet

Neben den klassischen DLRG-Aufgaben wagt sich die Ortsgruppe an Neues: Ein „Amateurmusikladen“ stößt mehrmals auf viel Zuspruch. Seit 25 Jahren kämpfen sportlich trainierte Mannschaften um den „Quadro-Cup“. Die Schwimm-Fleckenmeisterschaften erleben einen neuen Aufschwung. Im 40. Vereinsjahr rettet die Ortsgruppe sogar die Freibadsaison: Sie überbrückt 2006 akute personelle Engpässe bei den hauptamtlichen Kräften und vermeidet eine Reduzierung der Öffnungszeiten.

Ein Vorfall im Jahr 2009 an der Nordseeküste verdeutlicht den hohen Wert der hiesigen Ausbildung. Bei einem Wachdienst verhindert Christian Glensk bis zum Eintreffen der Sanitäter mit einer 45-minütigen Herz-Lungen-Wiederbelebung den sonst wohl sicheren Tod eines Badegastes.

Sicheres Bewegen im Wasser

Doch für Jörg Jennerjahn, der seit einigen Jahren beruflich für die DLRG-Bundesgeschäftsstelle tätig ist, soll eine solche Notlage die Ausnahme bleiben. Er sieht die Aufgabe der Hilfsorganisation in der präventiven Arbeit: das sichere Bewegen im Wasser und der Hinweis auf die Gefahren, die im nassen Element lauern können.

Deshalb werden am Sonnabend, nicht nur Rückblick und fröhliches Fest ab 19 Uhr auf dem Mineralbadgelände im Mittelpunkt stehen. Bereits um 15 Uhr vermittelt das überdimensionale Maskottchen „Nobbi“ Baderegeln in spielerischer Form. Am Sonntag können Sportfans ab 10 Uhr ein Raufballturnier verfolgen. nah

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