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Sternstunden und schlaflose Nächte

Lauenauer Ratsmitglieder werden geehrt Sternstunden und schlaflose Nächte

Christiane Kowalkowski, Wolfgang Kölling und Wilfried Mundt (alle SPD) sind für ihr 20-jähriges Wirken im Lauenauer Rat mit dem Ehrenring des Fleckens Lauenau ausgezeichnet worden. Mehr als doppelt so lange ist CDU-Sprecher Karl-Heinz Strecker dabei gewesen – dafür wurde er zum Ehrenratsherrn ernannt.

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LAUENAU. Strecker beendet seine politische Tätigkeit ebenso wie Kowalkowski.

Gemeindedirektor Sven Janisch hob die Bedeutung der Auszeichnungen hervor. 20 Jahre im Gemeinderat – das gelinge nicht oft. Er dankte den Geehrten für ihren ehrenamtlichen Einsatz, obwohl Politiker dafür oft nur dann Rückmeldungen bekommen, wenn es Kritik gibt.

Kowalkowski habe sich speziell für die Jugend eingesetzt und sei immer präsent gewesen im Ort. Mundts und Köllings Schwerpunkte lagen im Bereich Bauen. Janisch attestierte Mundt und Kölling gute Arbeit das Bürgermeister respektive stellvertretender Bürgermeister – sie hatten die Ämter nach dem Tod Heinrich Laufmöllers übernommen.

Strecker gehörte dem Rat des Fleckens 42 Jahre lang an, mit 21 Jahren war er erstmals in das Gremium gewählt worden. „Es gab oftmals kontroverse Diskussionen, aber es sind immer konstruktive Entscheidungen für die Bürger des Fleckens getroffen worden“, sagte Mundt. Dazu habe Strecker viel beigetragen, unter anderem hatte er zuletzt die Idee für die Straßennamen im Baugebiet Hoppenberg II. Im Rat der Samtgemeinde hatte Strecker ebenfalls über viele Jahre ein Mandat inne.

Kindergartenbau war eine Sternstunde

„Es war eine schöne Zeit“, konstatierte er, doch alles gehe irgendwann zu Ende. Der Christdemokrat bezeichnete den Bau des ersten Lauenauer Kindergartens 1976 als Sternstunde des Rates. Damals habe es eine Ratssitzung im Büro eines Architekten in Hannover gegeben. Noch immer bedauere er, dass 1974 die Samtgemeinde Lauenau nach nur zwei Jahren aufgelöst worden war. Schlaflose Nächte habe ihm das Casala-Ende bereitet, doch der Flecken habe eine gute Lösung für das Areal gefunden. Auch der Logistikpark an der A2 sei positiv.

Ebenfalls aus dem Rat verabschiedet wurden Norbert Bruhne, Karsten Dohmeyer, Thomas Berger, Volker Küper, Karl-Heinz Bruns, Horst Koopmann, Andreas Falius und Doris Rebe. Bruns wurde für seine Arbeit vom Städte- und Gemeindebund geehrt. Damit machen nur fünf Mandatsträger weiter: Mundt, Kölling, Uwe Budde, Holger Oehlmann und Biagio Ciraldo. Der neue Rat konstituiert sich am Montag, 14. November, um 19 Uhr im Bürgerhaus.

Die Abschlusssitzung verlief überaus harmonisch – und endete in einem gemeinsamen Essen im Gasthaus Zur Linde, an dem auch alle übrigen Ehrenringträger des Fleckens teilnahmen. Denn zu solche öffentlichen Anlässen werden diese Würdenträger stets eingeladen. gus

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Lob und Dank zum Abschluss

Dass es hin und wieder Streit im Lauenauer Rat gegeben hatte, blieb zum Abschluss nicht ausgeklammert. „Wo diskutiert wird, da lebt man noch“, sagte Gemeindedirektor Sven Janisch im Rückblick auf die vergangene Wahlperiode. Man müsse nicht immer einer Meinung sein, doch am Ende jeder noch so hitzigen Diskussion habe auch ein Ergebnis gestanden.

Janisch erhielt Applaus vom gesamten Rat. Bürgermeister Wilfried Mundt bedankte sich für dessen angenehme Arbeitsweise. „Wir sind sehr gut gefahren mit Dir“, sagte auch Karl-Heinz Strecker. Janisch habe innerhalb der vergangenen zwei Jahre ein neues Klima im Rat eingeführt. „Ihr habt es uns aber auch leicht gemacht. Jeder Abend mit Euch hat sich gelohnt“, gab Janisch das Lob zurück und sprach damit auch für seinen scheidenden Stellvertreter, Jörg Döpke.

Mundt hob den schnellen und reibungslosen Ablauf zweier Sanierungsprojekte hervor. Er bedankte sich bei den Helfern, die zur Renovierung des Feggendorfer Dorfgemeinschaftshauses beigetragen hatten. Zum Großprojekt Marktstraße 1 lobte Mundt die Verwaltung und hob explizit Arno Fatzler vom Bauamt hervor. gus

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