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Telefonriese reagiert erst auf Druck

Lauenau / "Wohnen am Schloss" Telefonriese reagiert erst auf Druck

Das komfortable und behindertengerechte neue „Wohnen am Schloss“ in Lauenau hat einen Makel: Die ersten Bewohner können nicht einfach zum Telefon greifen und mit Freunden und Angehörigen plaudern.

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Noch funktioniert der Alarmknopf nicht, weil der Telefonanschluss fehlt: Rudolf Aumann im Fahrstuhl der neuen Wohnanlage. © nah

Lauenau (nah). Die Deutsche Telekom war bislang nicht in der Lage, den Hauptanschluss herzustellen und die 28 Wohnungen anzubinden. Erst als unsere Zeitung bei der Pressestelle Nord des Unternehmens nachfragte, kam Bewegung in die Sache. Sprecherin Stefanie Halle: „Bis zum Monatsende wird das Gebäude angeschlossen; bis Ende August folgen die Wohnungen.“

Geschäftsführer Rudolf Aumann von der Sulinger Investorengruppe Aumann & Borchers wusste sich zuletzt keinen Rat mehr. Bereits am 14. Juni des vergangenen Jahres seien mit der Telekom verbindliche schriftliche Vereinbarungen getroffen worden. Seit dem Frühjahr 2011 wurde wiederholt an die zu erledigenden Arbeiten erinnert. Eine letzte Antwort datierte vom 23. Mai. Danach wurde die Installation „bis zum 30. Juni“ angekündigt.

Als daraufhin immer noch nichts passiert war, wandte sich Aumann am 8. Juli an die Bonner Geschäftsführung. Statt einer direkten Antwort ging am 14. Juli ein neues, automatisiert erstelltes Schreiben ein – mit dem Hinweis, bis zum 30. September sollte das Objekt angeschlossen werden: Das Datum sei jedoch „nicht als endgültiger Termin“ anzusehen.

Da platzte dem sonst eher bedächtig agierenden Unternehmer der Kragen. Er legte unserer Zeitung den bisherigen Schriftverkehr vor: Die Bevölkerung solle erfahren, dass die Verzögerungen nicht den hiesigen Betreibern anzulasten seien. Aumann machte sich zugleich Sorgen: Einige gehbehinderte Bewohner seien auf das Telefon für den Notfall angewiesen. Zudem könne die Alarmschaltung bei einem Defekt der beiden Fahrstühle nicht ausgelöst werden.

Pressesprecherin Halle reagierte binnen 48 Stunden nach der Anfrage. Sie begründete die eingetretenen Verzögerungen mit „Baumaßnahmen und wegerechtlichen Genehmigungen, die länger als üblich gedauert“ hätten. Zudem seien von der zuständigen Abteilung die „besonderen Gegebenheiten“ der Wohnanlage nicht erkannt worden.

Deshalb würden umgehend die notwendigen Maßnahmen eingeleitet – „noch bis Monatsende“, wie sie nachdrücklich betonte.

Rudolf Aumann reagierte „überrascht und erfreut“ auf die von unserer Zeitung übermittelten neuen Informationen. Dagegen habe sich die Telekom bei ihm noch nicht gemeldet. Aumann will nun abwarten, ob die Zusage tatsächlich eingehalten wird: Eine Woche hat das Unternehmen dafür noch Zeit.

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