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Uwe K. nimmt sich zweiten Anwalt

Mord in Lauenau Uwe K. nimmt sich zweiten Anwalt

Die nächsten Schritte der Staatsanwaltschaft im Mordfall Ines K. werden sich wohl etwas verzögern, wie Sprecher Nils-Holger Dreißig auf Anfrage dieser Zeitung mitteilte.

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Lauenau. Denn der Verdächtige, der 44-jährige Ehemann des Opfers, hat sich inzwischen einen zweiten Anwalt genommen. Dieser muss ebenfalls Einblick in die umfangreichen Akten erhalten und ausreichend Zeit haben, sich damit zu befassen. Erst im Anschluss, so Dreißig, könne er die Anklage vorbereiten. Dass sich ein Verdächtiger einen zweiten Anwalt nimmt, sei in der Tat nicht alltäglich. Allerdings handle es sich hier auch um einen besonders schweren Vorwurf. Der Mann steht im Verdacht, seine 42-jährige Ehefrau ermordet zu haben.

Vor exakt sechs Monaten erschütterte das Gewaltverbrechen den Flecken Lauenau. In den gemeinsamen Wohn- und Geschäftsräumen der Eheleute K. am Busbahnhof wird Ines K. am 27. Mai tot aufgefunden. Darüber, wer sie fand, sowie über die Todesursache schweigen sich die Behörden bis heute aus. Eine extra für diesen Fall gegründete Mordkommission befasst sich in den folgenden Monaten ausschließlich mit der Aufklärung.

„Während der Ermittlungen haben wir natürlich auch andere Täter in Betracht gezogen“, erklärte Dreißig auf Anfrage. Im Zuge der Untersuchungen der Mordkommission habe sich der Verdacht gegen Uwe K. jedoch immer weiter erhärtet: „Alles deutet auf ihn hin.“ Ende September erließ die Staatsanwaltschaft schließlich einen Haftbefehl gegen den Lauenauer. Seither sitzt der 44-Jährige in Untersuchungshaft. Damit seien die Untersuchungen in dem Fall weitgehend abgeschlossen, so Dreißig. In andere Richtungen, beispielsweise im Hinblick auf alternative Täter, werde also nicht mehr ermittelt. Die Mordkommission wurde bald nach der Verhaftung aufgelöst.

Die Staatsanwaltschaft möchte so bald wie möglich Anklage erheben. Diese kommt dann als Erstes zum Schwurgericht, das darüber entscheidet, ob der Fall überhaupt vor Gericht kommt. Erst danach kann der Termin für die Hauptverhandlung festgelegt werden. Einzige Voraussetzung bleibt: Da der Verdächtige in Untersuchungshaft sitzt, muss die Hauptverhandlung binnen sechs Monaten nach der Verhaftung, also bis Ende März, begonnen haben. kle

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