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Lauenau Uwe K. will sein Schweigen brechen
Schaumburg Rodenberg Lauenau Uwe K. will sein Schweigen brechen
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00:17 22.08.2016
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Lauenau/Bückeburg

Der Prozess hatte im März begonnen. Seitdem schweigt der Angeklagte zu den Vorwürfen von Oberstaatsanwalt Frank Hirt, seine Frau Ines ermordet zu haben. Nun scheint die Verteidigung ihre Strategie zumindest teilweise zu ändern.

 Zunächst haben die Anwälte aber noch drei Beweisanträge angekündigt, die wohl am Montag gestellt werden. Deren Inhalt ist unbekannt. Falls diese Anträge vom Gericht abgelehnt werden, soll K. aussagen.

 Zurzeit stehen die Zeichen auf Sturm. Zuletzt hatte die Verteidigung 18 Beweisanträge auf einmal gestellt – fast alle lehnte das Gericht ab. Die Anwälte reagierten darauf mit einem Befangenheitsantrag gegen die drei hauptamtlichen Richter, der ebenfalls nicht durchkam, diesmal vor einer anderen Kammer. Als Reaktion darauf legte die Verteidigung am Freitag einen weiteren Befangenheitsantrag nach, über den noch nicht entschieden ist. Offenbar soll ein zweiter Ortstermin in Lauenau erzwungen werden. Das Gericht hatte sich dazu ablehnend geäußert.

 Im Befangenheitsantrag vom Freitag wird den Profi-Richtern unterstellt, voreingenommen zu sein. Diese seien „nicht gewillt, die erforderliche Sachaufklärung zu betreiben“, hieß es. Vielmehr hätten sie „die Absicht, entlastende Beweisergebnisse zu unterdrücken“. Die Kammer habe sich bereits „weitgehend festgelegt – zulasten des Angeklagten“.

 Großteils sollen die jüngsten Anträge die Glaubwürdigkeit der Ex-Geliebten von Uwe K. erschüttern, die den Angeklagten schwer belastet. Sie will die Tat beobachtet haben. ly

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