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Vom Wasser umzingelt

Anwohner übt Kritik Vom Wasser umzingelt

Albert Röhr ist sauer. Von zwei Seiten sieht er sein ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen bedroht, wenn sich wieder einmal starke Regenfälle über den Ort ergießen. Der direkt an seinem Grundstück vorbei fließende Schlierbach ist ihm nicht geheuer.

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Albert Röhr an der Brückenmauer des Bachs.

Quelle: nah

Feggendorf. Besonders ereifert er sich über die Bauverwaltung im Rathaus: Die Wiesenstraße sei zu hoch gebaut und mit zu wenigen Gullys versehen worden. Doch zunächst hadert er mit dem Unterhaltungsverband West- und Südaue, der für den Bachlauf zuständig ist. Der Querschnitt sei aufgrund dichten Bewuchses zu gering. Zudem unterspüle das Wasser seine vor etlichen Jahren angelegte Stützmauer.

Auch die Mauer auf der Ostseite der Brücke im Zuge der Deisterstraße passt ihm nicht. „Warum ist hier nicht nur ein Geländer gebaut worden wie auf der anderen Seite?“, fragt er sich. Schwillt der Bach nach heftigem Regen zu sehr an, staut er sich zurück, fließt über den Parkplatz der angrenzenden Gaststätte, über die Straße und dort in seine Scheune. Einen Meter hoch habe das Wasser schon gestanden.

Offene Kritik

Seine Erregung wird noch größer, als er auf die Wiesenstraße weist. Wenigstens 15 Zentimeter höher sei die Fahrbahn im Zuge des Neubaus geworden und bedrohe dadurch die angrenzenden Häuser. Zu Überschwemmungen sei es noch nicht gekommen, aber eines Tages sei es gewiss wieder so weit. Dass er erst jetzt offen Kritik übt, hat mit seinen persönlichen Absichten zu tun. „Ich kann doch meinen Kindern den Hof nicht in diesem Zustand vermachen“, schimpft er. Schon während der Bauphase hat Röhr wiederholt Auseinandersetzungen – zum Teil mit juristischem Beistand – ausgefochten. Schuld trägt in seinen Augen die Bauverwaltung. „In meinen Augen sind das Verbrecher“, schimpft er über die damals Verantwortlichen im Rodenberger Rathaus.

Der stellvertretende Lauenauer Gemeindedirektor und Baufachbereichsleiter, Jörg Döpke, zuckt mit den Schultern. „Mit Herrn Röhr war damals in der Wiesenstraße keine Einigung zu erzielen“, sagt er. Auch die umstrittene Kante sei „für uns wirklich nicht die beste Lösung“. Zur Kritik an Straßenniveau und Gully-Anzahl gibt sich Döpke schmallippig: „Wir haben zur Kenntnis nehmen müssen, dass er andere Ansichten hat.“

"Mauer an der Brücke ist unglücklich"

Bürgermeister Wilfried Mundt zeigt zumindest in einem Punkt Röhrs Verständnis. „Die Mauer an der Brücke ist wirklich unglücklich“, räumt er ein. Allerdings müsse ein Experte prüfen, ob die Mauer sinnvoll ist. Frank Faber, Geschäftsführer beim Unterhaltungsverband West- und Südaue, zeigte sich auf die Anfrage unserer Zeitung überrascht. Er wisse von nichts. Er wolle sowohl die Unterspülungen der Mauer wie auch den beklagten Bewuchs in Augenschein nehmen. Danach werde über mögliche Maßnahmen entschieden. nah

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