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Von „Spielstraße“ wollen Anlieger nichts wissen

Lauenau Von „Spielstraße“ wollen Anlieger nichts wissen

Die Umbaumaßnahmen in der Lauenauer Ortsmitte und deren Folgen sind weiterhin bei den Anliegern umstritten. Während sich vereinzelt Kritik gegen den Wegfall von Hochborden und mögliche schlechte Erreichbarkeit von Geschäften in der Bauphase richtete, gab es massiven Protest gegen eine denkbare Ausweisung des Zentrums als „Spielstraße“.

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Bestandsaufnahme vor Straßenbau: Der Zustand der Häuser in der Ortsmitte soll dokumentiert werden.

Quelle: nah

Lauenau (nah). Wie bereits in unserer gestrigen Ausgabe berichtet, informierten Baubereichsleiter Jörg Döpke und Tiefbau-Experte Björn Ladage über den am 23. April beginnenden Bauverlauf in vier Abschnitten, die bis November beendet sein sollen. Außer den reinen Oberflächenmaßnahmen wie Fahrbahnverringerung zugunsten von Gehwegen, barrierefreien Zugängen zu Geschäften und einer Veränderung der Parkplatzsituation in der Marktstraße muss die Oberflächenentwässerung in Teilen saniert werden. „Wir bauen nicht jetzt eine Straße, um im nächsten Jahr Wasser und Kanal anzufassen“, begründete Döpke den langen Zeitraum der Arbeiten, „wir brauchen Zeit für eine sinnvolle Reihenfolge.“ Trotzdem waren vorwiegend Ladenbesitzer in Sorge hinsichtlich der Erreichbarkeit ihrer Geschäfte und der teilweisen Vollsperrung von Fahrbahnabschnitten.

Hitziger wurden die Diskussionsbeiträge nach Döpkes Bemerkung, den dann ausgebauten Bereich als „Spielstraße“ auszuweisen. „Dann wird der Ort an Kaufkraft verlieren“, warnte Grünen-Ratsherr Karsten Dohmeyer. „Das war nicht abgemacht“, schimpfte eine Kauffrau: Schon bei „Tempo 30“ gebe es Bedenken. „Ich bin für Verkehrsberuhigung“, meldete sich ein anderer Einzelhändler zu Wort, „dann nageln die Mütter morgens nicht mehr mit ihren Kindern im Auto durch das ‚Rundteil‘“. Döpke lenkte ein: Wenn es weiteren Beratungsbedarf gebe, solle dies im Bauausschuss erörtert werden. Besorgt zeigten sich Anlieger, dass der Straßenausbau beginnen könne, bevor die derzeitigen Behinderungen in der Rodenberger Straße beendet sind. „Die muss fertig sein“, beschrieb Ladage das Ziel: „Nach Ostern ist die Fahrbahn frei.“

Döpke kündigte eine Dokumentation des Bauzustands aller Gebäude im Bereich der Baumaßnahme durch eine Expertin an. Das gebe Rechtssicherheit für den Fall von Schadenersatzforderungen. Nach dem Bau der neuen Servicewohnanlage hatten einige Nachbarn Risse an ihren Häusern beklagt. „Solche Auseinandersetzungen wollen wir vermeiden“, betonte Döpke.

Ladenbesitzer schmieden Pläne

Nur kurz währte der Schock bei einigen Gewerbetreibenden in der Lauenauer Ortsmitte. „Dann brauche ich keine Reklame zu machen“, stöhnte zwar zunächst Optikermeister Ralf Staaks angesichts baulicher Beeinträchtigungen vor seiner Ladentür, um bald darauf das Wort an andere Geschäftsleute zu richten: „Wir treffen uns und überlegen, wie wir gemeinsam Werbung während der Bauphase machen können.“ Unter anderem schweben ihm bereits Schilder am Bauzaun vor. Verwaltungsmitarbeiter Jörg Döpke sicherte Unterstützung zu: Parken werde trotz der Arbeiten weiterhin zentral in der Ortsmitte möglich sein. Bis Mitte April wollen Staaks und seine betroffenen Kollegen ihre Pläne vorstellen. nah

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