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Lauenau Vorwurf: gemeinsam Reifen in Lauenau zerstochen
Schaumburg Rodenberg Lauenau Vorwurf: gemeinsam Reifen in Lauenau zerstochen
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00:18 20.07.2013
Quelle: Archiv
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Von Oliver Nowak

Lauenau.  Die beiden seien schriftlich dazu aufgefordert worden, bei der Polizei Angaben zum Tatvorwurf zu machen. Ihnen wird vorgeworfen, in der Nacht vom 13. auf den 14. Juni bei 130 Fahrzeugen Reifen zerstochen zu haben. Und zwar gemeinschaftlich. Die Spur zu den beiden Verdächtigen sei durch Zeugenaussagen herbeigeführt worden.

Für die Reifenstecherserien im Juni stehen somit insgesamt drei Verdächtige fest, seit am 19. Juni ein 34-jähriger Lauenauer festgenommen werden konnte. Allerdings sind damit nur für rund die Hälfte aller Reifenstecherfälle Verdächtige im Visier der Behörden. Bei den fünf Serien im März tappen Polizei und Staatsanwaltschaft noch immer im Dunkeln, beziehungsweise im Halbdunkel, denn: „Es taucht immer wieder ein neuer Tatverdacht auf“, sagt Gerhard Böttcher von der Bad Nenndorfer Polizei.

Fast 30 Personen seien deshalb schon bei den Ermittlern auf einer Liste, „die mit wenigen Namen anfing und immer länger wurde“, so Böttcher. Nicht alle Personen, die auf dieser Liste stehen kämen aus Lauenau, es seien auch einige aus der Umgebung. Grundsätzlich gelte jedoch, sobald eine Aufforderung zur Stellungnahme bei einem Anfangsverdacht einträfe, sollte sich die betreffende Person umgehend mit der Polizei in Verbindung setzen. „Wer mitwirkt kann so auch schneller aus dem Kreis der Verdächtigen herauskommen“, sagt Böttcher.

Der 34-jährige Lauenauer, der zurzeit in der Justizvollzugsanstalt Hannover in Untersuchungshaft sitzt, macht zu den Vorwürfen der Reifenstechereien keine Aussagen. Wie André Lüth auf Anfrage mitteilt, wolle der dringend Tatverdächtige für die 17 Sachbeschädigungen von Autoreifen am 19. Juni in Lauenau nicht verantwortlich sein.

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