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Lauenau Wissenschaftler wollen Buchen-Saatgut
Schaumburg Rodenberg Lauenau Wissenschaftler wollen Buchen-Saatgut
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00:38 27.09.2014
Ein grüner Stabgitterzaun mit einer Höhe von 125 Zentimetern soll die Süntelbuche bald vollständig umfassen. Der Zaun im Bild ist etwa 1,50 Meter hoch. Quelle: gus
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Von Guido Scholl

Lauenau. Dies hat der Ausschuss für Jugend, Kultur, Umweltschutz und Wege empfohlen. Lediglich die Frage, ob die neue Umrandung für das kranke Gewächs zusätzlich verziert werden soll, war strittig.

Norbert Bruhne (Grüne) sagte es nüchtern: „Zum Leben gehört auch der Tod.“ Deshalb sei es nicht dramatisch, wenn die Süntelbuche irgendwann verschwinden sollte. Doch es wäre sehr wohl dramatisch, sollte ein Mensch aufgrund der Schäden an dem Baum verletzt werden. Deshalb schloss sich Bruhne der Verwaltungsvorlage an, das Naturdenkmal neu einzäunen zu lassen. Er unterstützte auch die Idee, eine Informationstafel aufzustellen, damit die Bürger über das Vorgehen informiert sind.

Der stellvertretende Gemeindedirektor, Jörg Döpke, fügte hinzu: „Der Baum wird da nicht gleich morgen liegen.“ Soll heißen: Die Gemeinde muss mit der Lösung vielleicht sogar Jahre leben. Daher sei das Vorgehen sorgfältig abzuwägen. Döpke sprach sich wegen der Haltbarkeit für einen Stabgitterzaun aus. Dieser würde den gesamten Bereich unterhalb der Krone umfassen und soll 1,25 Meter hoch sein – also damit deutlich niedriger als der jetzige.

Bruhne hielt solche Einfriedungen eher für Gewerbegebiete und Neubaugebiete für geeignet. Daher sprach er sich für Rankhilfen aus, die den Zaun ansehnlicher machen würden. Eine Buchenhecke wurde vorgeschlagen. Wilfried Mundt (SPD) sagte, er könne sich nicht für die Hecke erwärmen.

Auch Karl-Heinz Bruns (CDU) war bezüglich der Hecke skeptisch. „Ich möchte einen alten Baum nicht in einen Käfig setzen“, betonte Bruhne. Er plädierte dafür, eine optische Aufwertung des Zauns im Hinterkopf zu behalten. Biagio Ciraldo (SPD) warnte vor einem noch niedrigeren Zaun als 1,25 Meter, weil Kinder versucht sein könnten, darüber zu klettern. Dann könnten sie von herabfallenden Ästen getroffen werden.

Döpke berichtete über Wissenschaftler der Universität Hannover, die sich der Süntelbuche annehmen wollen. Nicht, um sie zu retten, sondern um deren Saatgut einzusammeln und in eine Dokumentation von Zuchtlinien einzubeziehen. Dann könne die Gemeinde sicher gehen, dass sie eine Original-Süntelbuche als Nachfolger bekommt, der dann allmählich größer werden kann.
Döpke wies darüber hinaus darauf hin, dass rund um den Stamm der Süntelbuche gemäht werden muss.

Dies sei bei der Gestaltung des Zauns zu berücksichtigen. Zeitdruck bestehe zwar nicht, doch die Gemeinde erspare sich eine intensive Kontrolle des Totholzbestands, sobald der Zaun um den Baum gezogen wird.

Der Ausschuss stimmte für einen grünen Stabgitterzaun in der vorgeschlagenen Höhe. Bruhne enthielt sich.

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