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Wortlos, aber dennoch vielsagend

Duo Buschbohne Wortlos, aber dennoch vielsagend

Zwei rote Knollennasen schieben sich keck aus dem schwarzen Vorhang. Wo sonst Bands ihre Instrumente von Folk bis Rock erklingen lassen, ist zum ersten Mal clownische Pantomime zu sehen.

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Abenteuer auf dem Floß: Das „Duo Buschbohne“ spielt im Kesselhaus.

Quelle: nah

Lauenau. „Ich bin selbst gespannt“, sagt Thomas Ritter, Eigentümer des Lauenauer Kesselhauses und regelmäßiger Konzertveranstalter.

Das „Duo Buschbohne“ steht auf der kleinen Bühne. Bettina Fröhlich-Burkamp aus Kassel und Katja Gierke aus einer Kleinstadt am Niederrhein haben sich diesen Namen gegeben. Die Bohnenart, die keine hölzerne Stütze braucht, tue Böden gut, die lange unter Monokultur gelitten haben. „Das machen wir auch: Den Boden beleben“, sagt Fröhlich-Burkamp. Das Publikum soll dank Gestik und Mimik den tieferen Sinn der gespielten Geschichte erfassen.

Stummfilm gedreht

Das wortlose und dennoch vielsagende Geschehen auf der Bühne handelt von einer Kiste, einer „Beziehungskiste“, die von den beiden Akteuren nach Übersee gebracht werden soll – schleppend oder auch mit einem Floß bei Flaute. Weil sich das aber beim besten Willen nicht mit wenigen Requisiten darstellen lässt, haben die beiden einen Stummfilm gedreht, der flimmernd auf der (Segel-)Leinwand und mit Zwischentiteln gezeigt wird. Immer wieder geht das Licht an, das Duo tritt selbst in Aktion.

Einmal kräftig pusten

Die Reise im Zeichen von Liebe und Freundschaft ist von allerlei Abenteuern begleitet. Entscheidungen um den richtigen Weg müssen getroffen werden. Schöne Augenblicke sind zu bewahren, Unwägbarkeiten zu ertragen. Das Publikum wird eingebunden in die szenischen Abläufe: So soll es kräftig pusten, damit das große Segel wie von Geisterhand in Schwingungen gerät.

Begeisterter Applaus belohnt die beiden „Buschbohnen“, die von der Idee bis zur Regie für ihren abendfüllenden Auftritt alles selbst entwickelt haben und damit einmal im Monat deutschlandweit unterwegs sind. Dass sie nun am Deister Station machten, ist ihrer Lauenauer Clown-Kollegin Barbara Schüller zu verdanken.

Ritter muss sich nun wohl Gedanken machen: Die Kesselhaus-Bühne ist zweifellos für noch mehr geeignet als nur für Livemusik. nah

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