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150 000-Euro-Investition in die Feldmark

Neue Brücke muss her 150 000-Euro-Investition in die Feldmark

Die Erneuerung der Brücke an der Straße zur Mittelmühle kann nur per Neubau realisiert werden.  Der Gemeinderat hat sich daher für die Aufnahme von 150 000 Euro in einen Nachtragshaushalt ausgesprochen.

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Quelle: pr.

Meseenkamp. Die Verwaltung hatte allerdings einige Überzeugungsarbeit zu leisten, um die sparsamen Politiker zu ihrem Ja zu bewegen. Zunächst erläuterte Baufachmann Björn Ladage, dass das marode Konstrukt selbst in tadellosem Zustand nicht mehr den modernen Anforderungen gewachsen wäre. Ohne die vorhandenen Mängel hätte die Brücke demnach eine Tragkraft von bis zu zwölf Tonnen.

Dies reiche längst nicht mehr aus, um uneingeschränkt Landwirtschaftsfahrzeuge darauf zuzulassen. Denn diese wiegen heutzutage teils deutlich mehr als jene zwölf Tonnen. Damit scheidet eine Sanierung grundsätzlich aus, weil auf die Weise nie eine Traglast von mehr als zwölf Tonnen zustande käme. Ein Neubau mit Betonfertigteilen, wie sie Bürgermeister Frank Witte (SPD) vorgeschlagen hatte, ist ebenso denkbar wie eine Variante mit Widerlager-Spundwänden. Welche Lösung umgesetzt wird, steht noch nicht definitiv fest. Doch dass es bis zu 150 000 Euro kosten kann, die Brücke zu erneuern, ist offenbar fix.

Die Baukosten erschreckten Udo Meyer (CDU). Um die Investition abzuwenden, regte er an, eine neue Strecke für den Schwerlastverkehr zu schaffen und die Brücke bei der Mittelmühle nur mit Minimalaufwand instand zu setzen. Sein Fraktionskollege Armin Lohmann plädierte allerdings für einen Brücken-Neubau und damit für den Erhalt des Wegs an der Mittelmühle auch für den schweren Landwirtschaftsverkehr. Diese Strecke werde definitiv benötigt. Auch andere Politiker zweifelten am Sinn einer Art Umleitung, wie Meyer sie skizziert hatte.

In finanzieller Hinsicht musste die Verwaltung ebenfalls alle Register ziehen. Der neue Kämmerer, Rainer Langhals, erläuterte den Ratsmitgliedern, wie sich die Kosten auf künftige Haushalte auswirken würden. Dazu gab er detaillierte Einblicke in die aktuellen Umstände am Kapitalmarkt, ins doppische Rechnungswesen und die zu erwartenden Risiken.

Langhals riet den Politikern dazu, wegen der niedrigen Zinsen ein Darlehen für die Finanzierung des Brückenneubaus aufzunehmen. Die 150 000 Euro werden die Gemeinde zwar belasten, räumte der Kämmerer klar ein. Doch sie werden Messenkamp nicht überlasten. Ein 150 000-Euro-Nachtragshaushalt wäre nötig, so Langhals.

Der Rat votierte für die Kreditaufnahme und den Nachtragshaushalt. Die genaue Tilgungsvariante soll der Kämmerer aber noch einmal im Rat bekannt geben, wenn es so weit ist. gus

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