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Abstand für Windräder

Altenhagen II Abstand für Windräder

Der Landtagsabgeordnete Karsten Becker hat dem SPD-Ortsverein Messenkamp-Altenhagen II am Donnerstagabend Rede und Antwort gestanden – das Thema Energiewende nahm im Altenhäger Dorfgemeinschaftshaus eine zentrale Rolle ein.

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Quelle: SN

Altenhagen II. „Windkraft ja, aber nicht vor meiner Haustür“, skizzierte Ortsvorsitzender Hans-Jürgen Müller die Haltung vieler Bürger, die sich gegen Windräder vor ihrer Haustür wehrten. „Wie steht die Landesregierung dazu?“ fragte Müller.
Wichtig ist, so Becker, dass Windräder ausreichenden Abstand zu Wohnsiedlungen haben. Über die Raumordnung werde sich die SPD dafür stark machen, die Energiewende verträglich für die Bürger umzusetzen, damit die Akzeptanz dieses epochalen Projekts nicht leide. An der Notwendigkeit der Suedlink-Stromtrasse von der Küste bis Bayern ließ Becker keinen Zweifel. Sie sei ein wesentlicher Schlüssel zur Energiewende: „Die Wirtschaft in Bayern ist darauf angewiesen, diesen Strom zu bekommen.“
Becker erwartet zudem, dass fossile Brennstoffe künftig mit neuen Technologien erschlossen werden. Außerdem müssten die Menschen mehr Energie sparen. Um das bis 2014 gesetzte Ziel zu erreichen – 30 Prozent des jetzigen Energieverbrauchs einsparen – seien enorme Anstrengungen nötig.
Die Energiewende verschiebt Becker zufolge Werte in den kommunalen Raum. Derzeit befänden sich Kraftwerke zumeist in Ballungsräumen, „wir haben dann dafür den Atommüll gekriegt“, sagte der SPD-Mann scherzhaft. Jetzt aber steige die Zahl der Energieproduzenten auf dem Land in Form von Photovoltaikanlagen, Windrädern und Biogasanlagen. Dies berge Investitionspotenzial.
In einer Fragerunde zu Beginn machte Becker hinsichtlich der Kommunen klar: Die Regierung Weil habe das Ziel, die disparate Entwicklung im Land auszugleichen, sprich: Die Kommunen, in denen die Entwicklungstendenz seit Jahren abwärts zeigt, werden gestärkt.
Bürgermeister Frank Witte forderte von der Landesregierung mehr Freiraum beim Ausweisen kleinerer Baugebiete auf dem Land. Es gehe nicht um Gebiete mit 50 Parzellen, sondern eher solche mit fünf Bauplätzen. Darüber sollten Kommunalpolitiker selbst entscheiden können – losgelöst von der Raumordnung. Becker zeigte Verständnis, warnte aber zugleich vor einer Zersiedlung. Es müsse auch der bestehende Wohnraum in älteren Häusern genutzt werden.  gus

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