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Aus Wäldchen wird Müllhalde

Ärger um Pachtgrundstück bei Hobboken Aus Wäldchen wird Müllhalde

Die Gemeinde Messenkamp zieht Konsequenzen daraus, dass ein kommunales Grundstück bei Hobboken zusehends vermüllt. Dem Pächter wird nun der Vertrag gekündigt, eine Säuberung soll folgen.

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Der Hammer: Schrott, Müll und Werkzeug auf dem Grundstück bei Hobboken veranlassen die Gemeinde zur Vertragsauflösung.

Quelle: pr.

Messenkamp (gus). Jahrelang hatte es keinen Ärger wegen des Grundstücks an der Bundesstraße 442 gegeben. Das zum Bereich Hobboken gehörende Gelände, auf dem Nadelbäume wachsen, war an den Eigentümer eines benachbarten Wohngrundstücks verpachtet gewesen. Dieser nutzte es, ohne dass es Anlass zur Beschwerde gab.

 Dann aber gab es einen Besitzerwechsel auf dem Nachbargrundstück, und auch mit dem neuen Eigentümer wurde ein Pachtvertrag für das Wäldchen geschlossen. Die stolze Summe, die die Gemeinde damit einnimmt: acht Euro. Jährlich, wohlgemerkt. Es handelt sich nach Worten von Gemeindedirektor Jörg Döpke um einen rein symbolischen Betrag.

 Kein Wunder, dass die Kommune mit dem Grundstück nach Möglichkeit keine Scherereien haben möchte. Doch genau dieser Fall ist eingetreten: Eine regelrechte Abfallhalde ist darauf entstanden. Küchengeräte, Bauschutt, Holzlatten, Werkzeug, Eimer und anderer Unrat liegen an der Grundstücksgrenze herum. Außerdem stellte der neue Pächter Transporter und Wohnwagen darauf ab.

 Dies will die Gemeinde nicht länger hinnehmen. Schließlich ist das Gelände nicht nur hässlich anzuschauen, es besteht auch eine Gefahr für Passanten und für die Umwelt. Es könnten Gefahrenstoffe aus den Geräten und den Fahrzeugen austreten.

 In nicht öffentlicher Sitzung diskutierte der Rat über das weitere Vorgehen. Demnach soll das Pachtverhältnis „bereinigt“ werden. „Der jetzige Pächter verfährt mit dem Grundstück nicht so, dass die Gemeinde das akzeptieren kann“, hatte Döpke im öffentlichen Teil der Sitzung gesagt.

 Auf Anfrage dieser Zeitung erklärte der Verwaltungsmitarbeiter, dass jetzt das Ordnungsamt prüft, wie das Grundstück zu räumen ist. Er gehe davon aus, dass der Verursacher die Verschmutzung auch wieder beseitigt. So entstünden der Gemeinde zumindest keine Kosten.

 Unschön ist das Zerwürfnis aber noch aus anderer Sicht: Früher hatte es einen Durchgang neben dem Privatgrundstück gegeben. Dessen Nutzung hatte der alte Eigentümer stets erlaubt. Mittlerweile sei es Spaziergängern aber nicht mehr möglich, die Stelle zu passieren.

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