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B442-Baustelle: Polizeikontrollen in Messenkamp

Unerlaubte Durchfahrt B442-Baustelle: Polizeikontrollen in Messenkamp

 Das Dorf Messenkamp leidet momentan wie kein anderes unter den Auswirkungen der B442-Sperrung. Denn nicht nur der Umleitungsverkehr in Richtung Lauenau rollt durch den Ort, sondern auch der Verkehr in entgegengesetzter Richtung.

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In Messenkamp wird es derzeit eng, wenn größere Fahrzeuge aus zwei Richtungen einander begegnen.

Quelle: gus

Messenkamp (gus).  Von vornherein war klar, dass die Messenkämper für einige Monate an Lebensqualität einbüßen würden, sobald die Sanierung der maroden Brücke über der Kreisstraße 61 beginnt. Für Tausende Autos und Hunderte Lastwagen täglich ist die enge und kurvenreiche Ortsdurchfahrt einfach nicht geschaffen.

 Um die Folgen für das Dorf abzumildern, sollte der Umleitungsverkehr in Richtung Bad Münder über Pohle und Hülsede fließen. Doch zahlreiche Verkehrsteilnehmer halten sich nicht daran, sondern nehmen die kürzere Strecke durch Lauenau oder fahren sogar bis zur B442-Sperrung und biegen dort ab in Richtung Messenkamp. Davor hatte Ratsherr Kay Solasse (SPD) schon vor einem Jahr gewarnt.

 Diese Art Abkürzung ist laut Markus Brockmann, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln, nicht erlaubt. An der Abfahrt Richtung Pohle stehe ein Durchfahrt-verboten-Schild, nur Baustellenfahrzeuge und Linienbusse dürfen die Stelle passieren. „Wir können die Busse dort nicht ausschließen“, erklärt Brockmann. Denn sonst halten diese ihre Fahrpläne nicht ein.

 Komplett abriegeln kann die Landesbehörde die Stelle also nicht. Und das nutzen andere Verkehrsteilnehmer. Deshalb kontrolliert die Polizei den letzten Abschnitt der B442 seit Tagen und verhängt auch Strafen. Brockmann hofft, dass sich das herumspricht und vor allem die Lastwagenfahrer die vorgesehene Umleitung über Pohle nehmen, die freilich zeitaufwendiger ist.

 Lastwagen in beiden Richtungen stellen die Gemeinde Messenkamp vor gewaltige Probleme. Um eine Begegnung der Schwergewichte in der S-Kurve der Ortsdurchfahrt zu vermeiden, steht dort eine Ampel. Doch es werden auch bereits Schäden am Bürgersteig erwartet, den die Lastwagen teilweise überfahren. Brockmann hält die Schäden für das kleinere Problem – die ließen sich reparieren. Doch der Bürgersteig sei für die Fußgänger da. Die Landesbehörde will daher weiter nach einer Lösung suchen. Ein Informationsabend ist für den 9. Juni geplant, dieser soll Bürgern aller Gemeinden dienen.

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