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Barrierefrei mit historischem Ambiente

Messenkamp / Tag des offenen Denkmals Barrierefrei mit historischem Ambiente

Der „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 14. September, konzentriert sich in diesem Jahr in Schaumburg auf Objekte in den Samtgemeinden Rodenberg und Nenndorf.

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Tobias Stolze mit dem Modell seines Hauses.

Quelle: nah

Messenkamp. Die SN stellen einige Orte, an denen historische Gebäude für Besucher zugänglich gemacht werden, vor. Außer Kirche und Rittergut in Hülsede beteiligt sich in Messenkamp Familie Stolze mit ihrem Fachwerkhaus.

 Der Vierständerbau an der Dorfstraße 23 fällt durch seine ungewöhnlichen Umbauten auf. Die Längsdiele wurde vor etwa hundert Jahren in eine Querdiele umgewandelt. Besonders deutlich wird dies an einem selbst gemachten Modell des Gebäudes. Das maßstabsgerechte Abbild hat Tobias Stolze im Rahmen seiner Diplomarbeit erstellt, die er dem eigenen Anwesen widmete. Behutsam und schrittweise sanierte Stolze das 1841 errichtete Gebäude, wobei er den ehemaligen Wirtschaftstrakt zu einer barrierefreien Wohnung für seine Eltern ausbaute. Dort, wo sich bis in die fünfziger Jahre Stall und Erntevorräte befanden, öffnet sich heute ein komfortables und sogar altersgerechtes Zuhause. Selbst in einem historischen Ambiente lasse sich so etwas realisieren, betont Stolze, der als Planer und Bauingenieur regelmäßig Gebäudesanierungen betreut.

 Auch an anderen Stellen des Hauses ist er dessen Urform näher gekommen. So haben sich Reste einer früheren Rauchküche erhalten. Aufgrund der Bearbeitungsspuren an manchen Balken kann Stolze dessen vorherige Verwendung nachweisen. So dürfte das alte, nach Westen weisende Dielentor an seinen heutigen Platz auf der Nordseite gekommen sein. Sogar die Inschrift lässt sich noch in Konturen erkennen.

 Unübersehbar sind die Initialen des früheren Besitzers an der zweiflügeligen Haustür. Tobias Stolze hat das „HM“ für Heinrich Meyer nur seiner Frau zuliebe umgedreht. Jetzt steht dort MH für „Maikens Hof“.

 Die Besichtigung ist am 14. September von außen und zum Teil von innen möglich. Neben Informationen zur Sanierung zeigt die Interessengemeinschaft Bauernhaus eine Ausstellung zum generationsübergreifenden Wohnen. Dorfbewohner helfen bei der Ausgabe von Kaffee und Kuchen. nah

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