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Messenkamp Das Wasser soll in Kurven fließen
Schaumburg Rodenberg Messenkamp Das Wasser soll in Kurven fließen
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20:54 22.07.2011
Die natürlichen Windungen des Waltershäger Bachs will der Landkreis Schaumburg um künstliche Kolke ergänzen. © nah
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Messenkamp (nah). Die Gemeinde Messenkamp denkt an eine Initiative gemeinsam mit der Nachbarstadt Bad Münder, das bestehende Naturschutzgebiet noch zu erweitern: „Dann sind dort keine Schweine- oder Geflügelmaststätten möglich“, bemerkte der stellvertretende Gemeindedirektor Jörg Döpke.

Die Idee, dass das Wasser des Waltershäger Bachs künftig in größeren Kurven ins Tal fließen soll, stieß allerdings im Rat auf vorsichtige Kritik. Nicht die Kolke an sich wurden bemängelt, sondern die Absicht des Landkreises, „einfach nur den Boden zu versetzen“. Wenn das so komme, warnte Landwirt und Nutzer des betroffenen Geländes Armin Lohmann (CDU), „dann entsteht da nur ein Riesenloch“.

Er wolle die Maßnahme keineswegs in Frage stellen und ihr auch zustimmen, doch sorge er sich vor Schäden am direkt angrenzenden Wirtschaftsweg: „Da wird dann vielleicht Geld ausgegeben, und auf einmal funktioniert das Ganze nicht“. Döpke hatte zuvor schon seine Bedenken geäußert: „In der Vergangenheit hat es bei starken Niederschlägen schon Ausspülungen gegeben.“

Wolfgang Schiefer, der für die SPD im Rat sitzt, begrüßte die Kreis-Absichten: Der früher stark mäandrierende Bach sei vor 80 Jahren in sein heutiges Bett gezwungen worden. Er verglich die inzwischen erledigten ähnlichen Maßnahmen in der Bückeburger Niederung: „Das hat sich dort zu einem wertvollen Biotop entwickelt.“
Zu guter Letzt folgte der Rat der Anregung von Karl Minne Braaksma (SPD), die kommunalen Bedenken zu einer möglichen Bedrohung des Wirtschaftsweges dem Kreis vorzutragen. Dieser hatte in seiner Projektbeschreibung auf die bereits bestehenden natürlichen Kolke hingewiesen.

Diese sollen auf inzwischen kreiseigenem Gelände ergänzt werden, indem jeweils 20 Kubikmeter Boden auf der gegenüberliegenden Uferseite zur Strömungslenkung umgesetzt würden. Vorhandene Bäume und Felsbrocken könnten dabei als „natürliche Widerlager genutzt werden“.

Inzwischen kursiert außerdem die Idee, das Naturschutzgebiet, das bereits seit 1987 für Teile des Walterbachtals besteht, zu erweitern. Während im Moment noch die Grenze in Höhe des sogenannten „Sünnekenbusch“ in Richtung Waltershagen verläuft, könnte sich der weitere Talbereich bis hin zur Bundesstraße dafür anbieten.

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