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Impulse durch Saalbetrieb

Messenkamp/Altenhagen II Impulse durch Saalbetrieb

Der Appell von Bürgermeister Frank Witte zur Dorfentwicklung verhallte nicht ungehört. Ein lebhaftes Interesse hat in beiden Ortsteilen der Gemeinde Messenkamp eingesetzt: Die Fragebögen, die im Vorfeld der möglichen Aufnahme in das Förderprogramm verteilt worden waren, füllen sich.

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Eine Scheune prägt das Ortsbild

Die Scheune am Dorfeingang sehen die Einwohner als erhaltenswert an.

Quelle: NAH

MESSENKAMP/ALTENHAGEN II. 16 Einwohner saßen im Altenhäger Dorfgemeinschaftshaus beisammen. Schnell diskutierten sie über die Situation ihrer beiden Dörfer, deren Anbindung an das öffentliche Busliniennetz und Indizien für einen demographischen Wandel. Dass ältere Menschen in Richtung Bad Nenndorf abwandern und ihr Haus verkaufen, wurde allgemein bedauert. Andererseits aber lasse sich besonders für Altenhagen II ein Interesse junger Paare und Familien registrieren: Sie haben gebaut oder eine vorhandene Immobilie erworben. Erbetene Hinweise auf Leerstände oder Brachflächen gab es nur vereinzelt. Es sind vorrangig Baulücken. In Altenhagen II ist das Schicksal eines zuletzt als Stall genutzten maroden Hofgebäudes offen.

Bei speziellen Wünschen für die künftige Entwicklung beider Orte standen die beiden Dorfgemeinschaftshäuser im Mittelpunkt. Beide sind nicht behindertengerecht. In Altenhagen könnte ein Backhaus eine sinnvolle Ergänzung zur weiteren Belebung der Dorfgemeinschaft sein. Mögliche Perspektiven für das Gebäude sahen die Anwesenden durch den geplanten Bau eines gemeinsamen Gerätehauses für beide Ortswehren. Dann böte sich die ehemalige Garage als Lösung für die derzeitige räumliche Enge an.

Historische Gebäude müssen bleiben

Ob sich auch das Dorfgemeinschaftshaus in Messenkamp nach dem Auszug der Wehr für einen Ausbau eignet, ließen die Anwesenden offen. Sie schauten stattdessen auf eine ehemalige Gaststätte im Ort, die wegen ihres großen Saals dem örtlichen Vereinsleben nach einer Sanierung neue Impulse geben könnte. Zudem sei das Anwesen ortsbildprägend.

Überhaupt gebe es in beiden Orten etliche historische Gebäude, die unbedingt erhalten werden müssten: bäuerliche Ensembles in Messenkamp, ehemalige Bergmannshäuser zum Teil in Backsteinarchitektur in Altenhagen II sowie eine Scheune, die einen Querriegel am dortigen Ortseingang bildet.

Lange Wunschlisten

Auf der Messenkämper Wunschliste stehen auch die frühere Ziegelei, die Sanierung der Straße Am Alten Bahnhof sowie ein Schallschutz entlang der B442. In Altenhagen wird Sanierungsbedarf für die beiden historischen Kirchwege, die Verlängerung der Straße Im Unterdorf sowie die Zur Kloppenburg gesehen. In beiden Orten müsste die Fahrbahnbeleuchtung auf kostengünstige LED-Technik umgestellt sowie Grünanlagen erneuert werden. Auch historische Spezialitäten beider Orte bedürfen der Aufmerksamkeit. In Messenkamp ist es der Kreuzstein, in Altenhagen II könnten der letzte als Ruine vorhandene Kalkofen sowie ehemalige Steinbrüche Ziele eines anzulegenden Geologie- und Landschafts-Lehrpfads sein. nah

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