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Kein Bauland: Biotop erregt Gemüter

Hitzige Diskussion im Gemeinderat Kein Bauland: Biotop erregt Gemüter

Die Frage nach der Gestaltung des kommunalen Teichgrundstückes entlang der Straße Am Bache in Altenhagen II hat bei der jüngsten Ratssitzung der Gemeinde Messenkamp zu Unstimmigkeiten zwischen den Fraktionen geführt. Die Mitglieder der CDU sprachen sich gegen eine Kultivierung des Grundstückes aus, die SPD dafür.

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Viele Bäume des Teichgrundstückes der Straße Am Bache werden der Säge zum Opfer fallen.

Quelle: js

Messenkamp. Bürgermeister Frank Witte stellte im Vorfeld der Beschlussfindung klar, dass Handlungsbedarf bestehe. „Einige Bäume neigen sich schon gefährlich nahe zum Nachbargrundstück“, erklärte er. Der neue Gemeindedirektor Jörg Döpke ergänzte: „Auch die Verkehrssicherung darf nicht außer Acht gelassen werden.“ Außerdem soll das Biotop, welches vielen Tieren als Lebensraum dient, erhalten bleiben. Entsprechend wurde ein Vorschlag eingereicht, der durch möglichst schonende Eingriffe mehrere unterschiedliche Lebensräume für Insekten, Amphibien und Vögel möglich machen soll. Die Maßnahmen beinhalteten im Wesentlichen Holzfäll- und Bepflanzungsarbeiten sowie die Einzäunung des Grundstückes. Die Arbeiten sollen 3000 Euro kosten, wobei der geplante Stabgitterzaun mit etwa 2100 Euro den Löwenanteil der Ausgaben abdecken würde.

 Zu viel des Guten für die CDU-Fraktion: „Ihr wollt tatsächlich so viel Geld in ein solches Grundstück investieren?“, fragte etwa Armin Lohmann (CDU) entrüstet. Udo Meyer (CDU) warf den Vorschlag in den Raum, die Anlage als Baugrundstück auszuweisen, um kommunale Einnahmen zu generieren. Karl Minne Braaksma (SPD) entgegnete: „Auf diesem schattigen und hügeligen Feuchtgrundstück kann doch keiner bauen.“ Auch Bürgermeister Witte schaltete sich ein: „In einer früheren Ratssitzung wurde beschlossen, aus diesem Grundstück kein Bauland zu machen und das Biotop zu erhalten.“

 Die Mitglieder der CDU-Fraktion sprachen sich im Ergebnis dafür aus, die notwendigen Sicherungsmaßnahmen durchzuführen, aber die Entscheidung für die weitere Nutzung des Grundstückes zu vertagen. Ihr Anliegen wurde mit sechs zu drei Stimmen abgelehnt. Die SPD stellte den Antrag, 3000 Euro für die Verkehrssicherung und die Grundstücksrestaurierung in die Haushaltsplanung einzufügen, um das Gelände zu kultivieren und zu umzäunen. Diesem Antrag wurde stattgegeben, ebenfalls mit sechs zu drei Stimmen. js

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