Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Kein Müll an die Grenze

Messenkamp/Hülsede Kein Müll an die Grenze

Die Gemeinderäte Hülsedes und Messenkamps haben am Montagabend eine gemeinsame Stellungnahme zu den Windkraftplänen der Stadt Bad Münder verabschiedet. Dieser Schritt soll verhindern helfen, dass bei Eimbeckhausen neue Anlagen dieser Art entstehen.

Voriger Artikel
SPD gibt Staubfängern eine Chance
Nächster Artikel
Windräder bei Eimbeckhausen sind legal
Quelle: Symbolfoto

Messenkamp/Hülsede. Zwei Windräder stehen dort seit etwa 15 Jahren. Mindestens zwei weitere können neu gebaut werden, wenn die aktuelle Planung durchgesetzt werden sollte. Eine Höhenbegrenzung ist nicht vorgesehen.

Die vorbereitete Stellungnahme der beiden Räte trug Messenkamps Gemeindedirektor Jörg Döpke vor. Als gute Nachbarn, so Döpke, müssen die hiesigen Kommunen die Planungshoheit der Stadt Bad Münder respektieren. Doch andersherum gelte auch, dass Bad Münder auf die Belange Messenkamps und Hülsedes Rücksicht nehmen sollte. Diese Verantwortung könne nicht an der Ortsgrenze enden. Noch deutlicher: „Ich kann meinen Müll nicht einfach den Nachbarn an die Grenze stellen“, betonte Döpke, wobei diese Formulierung nicht aus der Stellungnahme stammte.

Denn die Windräder könnten spätere Planungsschritte dieser beiden Gemeinden beschneiden. Weiterhin wies Döpke auf Naturschutzaspekte und Kulturgüter hin. Es seien Populationen von Rotmilan und Schwarzstorch dokumentiert.

Zahlreiche Relikte aus früheren Epochen wie Hügelgräber und Wüstungen ließen beachtenswerte Vorkommen an archäologischen Funden erwarten. Das Allerwichtigste sind Döpke zufolge jedoch die Belange der Bürger. Speziell die Siedlungen Bussenmühle, Klein Amerika und Hoboken wären von den neuen Windkraftanlagen betroffen.

Martin Schellhaus und Günther Wehrhahn, Gemeindedirektoren von Hülsede, lasen auch eine Stellungnahme der Hülseder Bürgerinitiative vor. Unter anderem nennt diese das Recht aller Bürger auf Schutz vor den Auswirkungen der Windräder. Dies dürfe nicht davon abhängen, ob jemand in einer geschlossenen Ortslage oder in einer kleinen Siedlung lebt. Denn aufgrund dieser Unterscheidung kommen die neuen Anlagen überhaupt so nah an den kleinen Außensiedlungen Hülsedes und Messenkamps in Frage.

Im Bad Münderaner Rathaus liegen die Pläne für die Windkraft-Vorrangzone öffentlich aus. Privatleute und Träger öffentlicher Belange können dazu Eingaben machen. Die Gemeinden wollen ihre Stellungnahme nun einschicken. Die BI hat dies bereits getan. „Einsendeschluss“ ist der 5. Februar. gus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
Mehr zum Artikel
Hülsede/Messenkamp

Die Gemeinden Hülsede und Messenkamp haben jetzt ihre gemeinsame Stellungnahme zu den Windkraftvorhaben bei Eimbeckhausen an die Stadt Bad Münder gesandt. Zum Nachlesen des kompletten Schriftstücks haben die Schaumburger Nachrichten es auf sn-online.de in der Rubrik Samtgemeinde Rodenberg hinterlegt.

mehr

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg