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Messenkamp Kein Müll an die Grenze
Schaumburg Rodenberg Messenkamp Kein Müll an die Grenze
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00:27 21.01.2016
Quelle: Symbolfoto
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Messenkamp/Hülsede

Zwei Windräder stehen dort seit etwa 15 Jahren. Mindestens zwei weitere können neu gebaut werden, wenn die aktuelle Planung durchgesetzt werden sollte. Eine Höhenbegrenzung ist nicht vorgesehen.

Die vorbereitete Stellungnahme der beiden Räte trug Messenkamps Gemeindedirektor Jörg Döpke vor. Als gute Nachbarn, so Döpke, müssen die hiesigen Kommunen die Planungshoheit der Stadt Bad Münder respektieren. Doch andersherum gelte auch, dass Bad Münder auf die Belange Messenkamps und Hülsedes Rücksicht nehmen sollte. Diese Verantwortung könne nicht an der Ortsgrenze enden. Noch deutlicher: „Ich kann meinen Müll nicht einfach den Nachbarn an die Grenze stellen“, betonte Döpke, wobei diese Formulierung nicht aus der Stellungnahme stammte.

Denn die Windräder könnten spätere Planungsschritte dieser beiden Gemeinden beschneiden. Weiterhin wies Döpke auf Naturschutzaspekte und Kulturgüter hin. Es seien Populationen von Rotmilan und Schwarzstorch dokumentiert.

Zahlreiche Relikte aus früheren Epochen wie Hügelgräber und Wüstungen ließen beachtenswerte Vorkommen an archäologischen Funden erwarten. Das Allerwichtigste sind Döpke zufolge jedoch die Belange der Bürger. Speziell die Siedlungen Bussenmühle, Klein Amerika und Hoboken wären von den neuen Windkraftanlagen betroffen.

Martin Schellhaus und Günther Wehrhahn, Gemeindedirektoren von Hülsede, lasen auch eine Stellungnahme der Hülseder Bürgerinitiative vor. Unter anderem nennt diese das Recht aller Bürger auf Schutz vor den Auswirkungen der Windräder. Dies dürfe nicht davon abhängen, ob jemand in einer geschlossenen Ortslage oder in einer kleinen Siedlung lebt. Denn aufgrund dieser Unterscheidung kommen die neuen Anlagen überhaupt so nah an den kleinen Außensiedlungen Hülsedes und Messenkamps in Frage.

Im Bad Münderaner Rathaus liegen die Pläne für die Windkraft-Vorrangzone öffentlich aus. Privatleute und Träger öffentlicher Belange können dazu Eingaben machen. Die Gemeinden wollen ihre Stellungnahme nun einschicken. Die BI hat dies bereits getan. „Einsendeschluss“ ist der 5. Februar. gus

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