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Motorradraser: Lösung nicht in Sicht

K 61 Motorradraser: Lösung nicht in Sicht

Die Motorradsaison neigt sich allmählich dem Ende, Lärm und Motorradraser an der K61 dürften in den kommenden Wochen vorrübergehend verschwinden. Doch eine dauerhafte Lösung ist nach wie vor nicht in Sicht.

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Motorräder an der K61 stören viele Bewohner der Gemeinde Messenkamp.

Quelle: pr.

Messenkamp/Altenhagen II.. Seit Jahren kämpft eine Bürgerinitiative gegen den Missbrauch, den Motorradfahrer auf der Strecke am Kappenberg betreiben. Doch Landkreis und Polizei sind allmählich mit ihrem Latein am Ende – alle bisherige Hilfe hat wenig verändert, nicht einmal der Einbau der Rüttelstreifen im Juni 2013. „Das hat keinen durchschlagenden Erfolg gebracht“, räumt Kreisrätin Katharina Augath ein.

Eine neue Entwicklung gibt es ihrer Darstellung nach nicht. Zwar bestehe nach wie vor ein Austausch zwischen Bürgerinitiative und Landkreis. Doch die zur Verfügung stehenden Mittel seien begrenzt. Und eine Sperrung der K61 für Motorräder komme nach wie vor nicht in Frage. Dazu fehlten notwendige Argumente – beispielsweise eine hohe Zahl an Unfällen.

Davon ist die Strecke aber weit entfernt, wie Steffen Arndt, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes der Polizei Bad Nenndorf, erklärte. Im Jahr 2015 hat die Polizeiinspektion Nienburg laut Arndt bisher vier Unfälle an der K61 registriert, bei zweien davon seien Motorräder involviert gewesen.

Die Polizei steht ebenfalls vor einem Effektivitätsproblem. Zwar gab es im Juli eine gemeinsame Schwerpunktkontrolle der Kommissariate Bad Münder und Bad Nenndorf. Dabei wurden auch manipulierte

Auspuffanlagen festgestellt und die entsprechenden Kräder vorübergehend kaltgestellt. Reguläre Tempoüberwachungen seien jedoch selten erfolgreich.

Wenn sich die Beamten an der Raserstrecke mit ihrem Blitzgerät postieren, werden sie recht bald von den Motorrad-fahrern entdeckt. Und dann können sie im Prinzip auch gleich wieder einpacken, weil die Kradfahrer spätestens bis zur Radarkontrolle auf die erlaubte Geschwindigkeit herunterbremsen. Es sei davon auszugehen, dass sie zuvor zu schnell unterwegs waren, doch Schätzwerte genügten nun einmal nicht.

Die Polizei muss den Motorradfahrern Verstöße gegen die Verkehrsordnung nachweisen. Zum Beispiel unerlaubte und zu laute Auspuffanlagen. Oder eben überhöhte Geschwindigkeit. Außerdem dürfen keine Rennen gefahren werden, wobei dies nicht nur einander jagende Kräder meint. Erwischt die Polizei jemanden mit einer Stoppuhr in der Hand, erhält dieser einen Platzverweis. Dennoch zeigen die Kontrollen kaum Wirkung.

„Bei guter Wetterlage können wir wohl nicht verhindern, dass es dort laut wird“, schätzt Arndt. Dieser verweist auch auf das limitierte Personalkontingent – daher könne die Polizei nicht ständig die K61 überwachen. „Das Grundproblem ist die Haltung der Motorradfahrer“, betont Augath. Trotz allen Bemühens werde es wohl keine Ideallösung geben. gus

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