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Neues Holz schützt alte Balken

Messenkamp / Kapelle Neues Holz schützt alte Balken

Messenkamp. Der kleine Dachreiter auf der St.-Georg-Kapelle kann weiter Wind und Wetter trotzen. Die Holzkonstruktion für den Glockenstuhl wurde mit Eichenbrettern neu verkleidet. „Das hält jetzt wieder für Jahrzehnte“, ist sich der Inhaber der ausführenden Apelerner Zimmerei, Cord-Heiner Becker, sicher.

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Neue Bretter umgeben jetzt den alten Glockenstuhl der St. Georg-Kapelle. nah

  Wie alt die Balken rund um die 1870 von der Firma Dreyer in Hannover-Linden gegossene Glocke wirklich sind, vermochte Becker nicht zu sagen. Doch sie könnten schon aus jenem Jahr stammen. Allerdings sei die darunter liegende Tragkonstruktion des Dachstuhls „in jedem Fall“ so alt wie die Kapelle selbst. Und diese ist um 1530 entstanden. Ihre bis zu ein Meter dicken Mauern deuten darauf hin, dass sich die damaligen Bewohner bei drohender Gefahr dort verschanzt haben.

Die neue Bretterverschalung sehen Becker wie auch Heinrich Winkelmann vom Amt für Bau- und Kunstpflege der hannoverschen Landeskirche als beste Lösung an, das Bild des als Denkmal geschützten kleinen Gotteshauses zu erhalten. Eine Verkleidung der Balken mit Schieferplatten hätte dem Gesamtbild geschadet. So aber seien die Eichenbohlen, wie Winkelmann erläuterte, als eine Art Verschleißschicht anzusehen – und damit austauschbar, falls diese einmal verrotten würde.

In jedem Fall sei die jetzige Lösung besser als frühere Reparaturversuche. Hinter damals aufgenagelten Blechen hätte sich Wasser gesammelt und das Holz bereits geschädigt. Auch nachträglich eingebrachtes Bitumen erwies sich als nutzlos.

Noch wichtiger sei nach Worten des Fachmanns eine weitere Maßnahme, die mit den Holzarbeiten einherging, sich dem Passanten aber nicht direkt erschließt: Zum Glockenstuhl führt eine kleine Klappe, die neu in Blei eingefasst und mit Falzkanten versehen wurde. Damit könne das Material besser dem täglichen Temperaturwechsel begegnen und wasserundurchlässig bleiben.

So oft sind übrigens Handwerker der Kapelle noch nicht aufs Dach gestiegen. 1965 muss angesichts entsprechender Inschrift eine Zahnleiste repariert worden sein. Zuletzt umgab ein Gerüst in den achtziger Jahren das sakrale Gebäude, damit das Dach neu gedeckt werden konnte .

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