Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Messenkamp Noch ein „Klotz am Bein“
Schaumburg Rodenberg Messenkamp Noch ein „Klotz am Bein“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 15.03.2015
Die Brücke an der Mittelmühle soll saniert oder repariert werden. Quelle: gus
Anzeige

Messenkamp. 2015 bleibt es dann wohl dabei, dass Fahrzeuge nur bis zu einem Gewicht von 3,5 Tonnen über den Bach dürfen.

Die baulichen Mängel sind nach Worten des stellvertretenden Gemeindedirektors Björn Ladages schwer zu übersehen. Momentan sei die Verkehrsbeschränkung ausgeschildert, weil die Brücke bis zu 40 Tonnen schwere Fahrzeuge nicht mehr aushält. Diese Frage, ob die Brücke noch zu reparieren ist, könne nicht ohne ein Fachbüro beantwortet werden.

Gemeindedirektor Jörg Döpke berichtete im Rat über Proteste gegen die Einschränkungen. Doch die Gemeinde könne nichts für die Schäden. Die Brücke sei nie für Fahrzeuge konstruiert worden, die bis zu 40 Tonnen wiegen. Dennoch seien die Kritiker wenig verständnisvoll gewesen, der Kommune sei sogar mit rechtlichen Schritten gedroht worden. Armin Lohmann (CDU) vertrat die Sicht der Landwirte: Wenn diese ein Jahr lang ihre Flächen nicht nutzen können, entstehe diesen ein immenser Schaden.

Karl-Minne Braaksma (SPD) sprach von möglichen Kosten im sechsstelligen Euro-Bereich. Damit würde sich die Gemeinde nach dem Dorfgemeinschaftshaus (wir berichteten) einen weiteren schweren „Klotz ans Bein binden“. Er fragte auch danach, wie viele weitere Brückensanierungen auf Messenkamp zukommen könnten. Döpke konnte immerhin insofern Entwarnung geben, dass es nur diese eine Landwirtschaftsbrücke an einer Gemeindestraße gebe.

Ladage warb dafür, die Sanierung zumindest zu prüfen. Er rechnete mit Kosten zwischen 80000 und 100000 Euro. Eine Schätzung für einen Neubau liege noch nicht vor. Eine sanierte Brücke müsse 40 Jahre halten, wenn sich die Reparatur lohnen soll – ein neues Konstrukt müsste deutlich länger intakt bleiben.

Udo Meyer (CDU) und Bürgermeister Frank Witte tendierten zu einem Neubau, weil dieser wohl nicht erheblich teurer wäre, aber deutlich länger halten dürfte. Klären soll dies aber der Rat, wenn der Ingenieur beide Varianten ausgelotet hat. Silke Wiegmann (CDU) erkundigte sich nach dem Zeitfenster für die Sanierung. Döpke skizzierte: Planung 2015, Umsetzung 2016. gus

Anzeige