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SPD gibt Staubfängern eine Chance

Kitschknobeln SPD gibt Staubfängern eine Chance

Seit Jahren gibt der SPD-Ortsverein Messenkamp/AltenhagenII Staubfängern eine Chance: Zu Jahresanfang organisiert die Gruppe das sogenannte Kitschknobeln, auch um an Weihnachten unvorteilhaft Beschenkten die Möglichkeit zu geben, die schlimmsten ihrer Präsente anderen aufzuhalsen.

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Beim Kitschknobeln wird das ganze Grauen fest verschlossener Schubladen frei gesetzt.

Quelle: dpa

Messenkamp (gus). Ein Riesenspaß für alle Beteiligte.

 Schwerbepackt kommen Freunde und Bekannte, Jung und Alt, ins Dorfgemeinschaftshaus Messenkamp, um ihre „Schätze“ gegen den Kitsch anderer einzutauschen. Dabei landen aber nicht nur aktuelle Geschenke auf den Spieltisch, es wird vorher auch so mancher Keller und Boden entrümpelt.

 Allerdings, erklärt SPD-Vorsitzender Hajo Müller, geht es nicht um das Entsorgen von Schrott, wofür die Müllabfuhr zuständig sei. Beim Kitschknobeln wird ausgewählter Nippes verspielt – die Chinavase von Tante Erna, einst ein umstrittenes Hochzeitsgeschenk, oder Kuckucksuhren, die ganze Familien um den Schlaf gebracht haben. Allerdings liegt Schönheit stets im Auge des Betrachters: Der eine oder andere entdeckt bisweilen ein Kleinod, wo andere Ramsch sehen.

 So interpretierbar der Wert der Trophäen, so einfach sind die Spielregeln: Es wird gewürfelt, und jede Eins gewinnt – wenn denn von Gewinn die Rede sein kann. Für das Auspacken der Preise lassen sich die Teilnehmer Zeit – schließlich wollen alle den jeweiligen „Schatz“ bewundern. Meist dauert es nicht lange, bis sich der Erste das Lachen nicht mehr verkneifen kann.

 Doch was die Knobler dann „am Hacken“ haben, müssen sie noch längst nicht mit nach Hause nehmen. Wenn alle Mitbringsel verknobelt sind, beginnt die spannende Rückrunde. Jede gewürfelte Sechs muss tauschen. Nicht selten ist die Erleichterung groß, wenn ein Staubfänger dem Tischnachbarn zugeschoben werden kann. Nach einer halben Stunde ist Schluss – was dann noch im Besitz der einzelnen Knobler ist, muss daheim eingelagert werden.

 Die Dinge, die gefallen, werden behalten, der Rest taucht beim nächsten Kitschknobeln unter Garantie wieder auf. So mancher Nippes macht schon seit Jahren die Runde und ruft Erinnerungen wach. Doch mit einer Bedingung konnten sich die Organisatoren bisher nicht durchsetzen: Dass jeder Preis ein Jahr lang sichtbar im Wohnzimmer aufbewahrt werden muss.

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