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Messenkamp Schätze unter Steinen
Schaumburg Rodenberg Messenkamp Schätze unter Steinen
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00:18 01.09.2017
Schnitzeljagd mit Smartphone: Iris und Ernst Knolle locken viele Geocacher nach Altenhagen II. Quelle: NAH
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ALTENHAGEN II.

„Geocaching“ heißt der Trendsport mit Hilfe eines Smartphones, der eigentlich nur eine moderne Form der „Schnitzeljagd“ aus Kindertagen ist.

Anfangs haben Dorfbewohner etwas misstrauisch geguckt. Immer wieder stiegen kleine Gruppen aus Autos mit fremdem Nummernschild, schulterten den Rucksack und machten sich mit einem kleinen Gerät in der Hand auf den Weg. Manche schauten erst hinter das Buswartehäuschen in der Ortsmitte. Andere marschierten geradewegs in Richtung Deister.

Iris und Ernst Knolle haben die Wanderer in ihren Heimatort gelockt. Seit dreieinhalb Jahren pflegen sie zwei Routen, auf denen die „Schatzsucher“ mit allerlei Zielpunkten rechnen und den Reiz der Tour entdecken dürfen. „Wir wollten anderen unsere schöne Landschaft zeigen“, betont Ernst Knolle. Die Besucher gewinnt er durch das Internet. Unter www.geocaching.com wirbt er zum Beispiel für den Ausflug „In und um Altenhagen II“ mit sieben Stationen auf einem 4,5 Kilometer langen Rundkurs; prächtige Ausblicke auf den Deister und einige steile Anstiege inbegriffen. Geradezu diebisch freuen sich die beiden über das Lob, das ihnen anschließend via elektronischem Logbuch regelmäßig zuteil wird. Vor allem das Panorama findet offenbar Begeisterung: „Der Ausblick hat die Strapazen wieder wettgemacht“, heißt es in einem aktuellen Kommentar. Schon vor geraumer Zeit hatte ein Besucher für Altenhagens Umgebung das Prädikat „Toskana am Deister“ geprägt.

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt

In den dreieinhalb Jahren seit dem Verstecken der ersten „Erdlager“, wie „Geocache“ frei übersetzt bedeutet, haben die Knolles inzwischen über 400 Besuchergruppen gezählt. Das ist eine Anzahl, die manchen Tourismusförderer vermutlich aufhorchen ließe. Und sie machen weiter. Eigens zum diesjährigen „Deistertag“ haben sie die Gäste an die in der Ortsmitte befindliche Tafel des „Historischen Dorfspaziergangs“ gelockt. Aus den Antworten zu lokal-geschichtlichen Fragen ergaben sich die Koordinaten für einen neuen „Schatz“.

Wo sich dieser befindet, wollen sie natürlich nicht verraten. Er muss sich nicht in der Erde befinden. Er kann unter Steinen liegen, in einer Astgabel, oder hinter Baum und Bank. Der Phantasie der Initiatoren sind da keine Grenzen gesetzt.

Das haben die Knolles auch selbst schon entdeckt, wenn sie in fremden Gefilden mit ihrem Smartphone unterwegs sind. Besonders gern suchen sie die Sehenswürdigkeiten einer Stadt beim Geocaching auf. Auch haben sie schon in sieben Ländern Erfahrungen und Erlebnisse gesammelt. Bald ist ein neuer persönlicher Rekord mit 3000 bislang gefundenen Schätzen erreicht. Natürlich sinnen sie auch direkt vor ihrer Haustür auf weitere Verstecke: „Was andere uns mit ihren Caches gegeben haben, wollen wir auf diese Weise gern zurückgeben.“ nah

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